Dienstag, 17. September 2019

Das Online Coaching Praxis Buch


Bild C.G.

Wertschätzung auf den zweiten Blick


Dieses Buch habe ich zwei Mal begonnen und erst beim zweiten Lesen schätzen gelernt. Der erste Eindruck war: Irritation. Das liegt an einer eigenwilligen Haltung des Autoren und dem Einstieg, den er wählte.

Diese Besonderheit spiegelt sich im Format des Buches: Es fällt aus dem Rahmen. Hochformatig, zwischen A5 und A4, Hardcover und gewichtig, ist es kein Buch, das man mal ebenso mitnimmt. - Und ehrlich: Ich hätte mir weniger Gewicht gewünscht.

Der Ratgeber für den schlanken Einstieg ins online-Geschäft mit Werbeeinblendungen


Dieses Buch ist ein Ratgeber für T.O.C.s (Trainer OrganisationsBerater Coaches), die online gehen wollen.
Etwas präziser - ist es im Kern ein Ratgeber für den leichten Einstieg in online-Bildungsangebote mit Werbeeinblendunen. Der Autor rutscht ab und zu zwischen zwei Rollen hin und her, darunter leidet das Buch hier und da.

Wer wird von der Lektüre profitieren?


Doch vielleicht sollte ich anders anfangen: Überlegen Sie, ob Sie Ihr Wissen online anbieten wollen, ohne gleich in eine Webinarqualifikation oder gar in eine Weiterbildung zum Blended Learning Trainer/Moderator investieren zu wollen? - Dann tun Sie mit diesem Buch einen guten Griff.

Es geht implizit um ein spezielles Angebotsformat


Anton Korduan ist Coach und - ganz wesentlich - Softwareentwickler. Usprünglich, so die eigene Aussage, suchte er "nur" eine Lösung für seinen speziellen Ansatz eines online-Angebotes.
Ich würde dieses Angebot als Fernlehrgang - auf dem technisch aktuellen Stand - mit individueller Online-Betreuung definieren. Es geht also nicht (!) primär um Webinar-Angebote oder gar Blended Learning. Das sollten Sie vorab wissen.
Und damit spreche ich keine Wertung aus. Jeder der sich professionell mit Lehren und Lernen, ihren wissenschaftlichen und lernökonomischen Grundlagen beschäftigt, weiß: Das aufwendigste ist nicht immer das sinnvollste oder beste...

Daher: Finden Sie dieses Modell sympatisch, dann erhalten Sie hier eine wirklich leicht lesbare und praktische Anleitung, wie Sie zu einem solchen Angebot kommen. 

Aufbau mit ein paar Stolpersteinen


Doch warum habe ich dann gleich zwei Mal angefangen? - Das Buch gliedert sich in drei Teile. 

Der erste Abschnitt widmet sich der Einstellung und Haltung des T.O.C.s. Das war für mich irritierend, insbesondere da mir zunächst nicht klar wurde, worauf Korduan hinaus wollte. Mitte/Ende des ersten Kapitels wurde mir das dann beim zweiten Versuch klar und damit konnte ich mich mit diesem Teil auch anfreunden. Die Frage nach der Haltung stellt sich aus meiner Sicht für jeden Weiterbildner.

Der zweite Teil diskutiert den Vorteil bzw. Nutzen von online-Angeboten im Allgemeinen und verschiedenen Varianten im Besonderen. Hier beginnt aber auch schon der Einstieg in die Praxis mit ersten Übungen.

Und schließlich präsentiert Korduan im dritten Teil einen Handlungsplan nicht nur zur Erstellung, sondern auch zur Vermarktung Ihres Angebotes.

Vermutlich werden die Meisten überwiegend von Teil zwei und Teil drei profitieren.

Wie hat er es gemacht? Top oder Flop?


Design und Inhalt sind sozusagen das Werkstück für sein Vorgehen. Wenn er zum Beispiel in seinem Buch schreibt, daß Sie auf ein gutes, leicht lesbares Design achten sollten, dann zeigt er Ihnen, mit diesem Buch, was er damit meint. 

Während wir in vielen Bereich z.B. durch PowerPoint an Querformate gewöhnt sind, wählt Korduan hier ein extremes Hochformat. Eine klassische Serifenschrift und viele Leerzeilen. Was ich anfangs eher als Versuch betrachtete, Seiten zu schinden, macht Sinn, wenn leser davon ausgeht, daß das Buch zeigt, wie leser es in der Praxis machen sollen. 

Leicht lesbar, praktisch, praxisnah


Der Stil ist gut lesbar und eingängig, der Inhalt und die Tipps praktisch und praxisnah und es drängte sich mir ein Adjektiv auf: fürsorglich. 

Fürsorglichkeit kennt man sonst nicht


Das habe ich so bislang nur ein, zwei Mal erlebt. Korduan vermittelt den Eindruck, daß er sich wünscht, daß Sie mit Ihrem Online-Produkt Erfolg haben. Das finde ich gelungen. 

Nicht ganz so...


Weniger Nutzen zog ich aus dem Gastartikel. Doch hat mich das letztlich nicht gestört.

Irritierender waren für mich die Werbeeinblendungen für das Software-Angebot des Autors. Da hätte ich mir ab und zu ein wenig mehr Abstand oder Rollenklarheit gewünscht. 

Fazit


Mein Fazit: Wenn Sie nicht zum Online-Experten werden wollen, sondern eine schlanke Lösung anbieten, dann greifen Sie zu. Sie bekommen insbesondere mit Teil II und Teil III eine gute, praxisorientierte Anleitung, um ein Online-Angebot zu erstellen und erfolgreich zu implementieren. - Und ehrlich gesagt, bin ich neugierig geworden auf seine Softwarelösung ;-)


Der Verlag hat diesen Buchtipp gesponsert durch ein Freiexemplar.


Bild: C.G

Anton Korduan: Das Online-Coaching Praxisbuch:
Wie Sie Ihre Wirksamkeit vervielfachen, mehr Kunden erreichen und mehr Umsatz erzeugen.
332 Seiten
eMentor Edition. Auflage: 1, 1. Oktober 2018
ISBN-10: 3746955467

ISBN-13: 978-3746955469
Euro: 39,99

Montag, 16. September 2019

Clark/Osterwalder/Pigneur: Business Model You

Bild: Claudia Grötzebach

Businessplan war gestern?

Früher war Businessplan, heute Business Model Canvas (BMC). Dabei: ein Business Model Canvas  ersetzt keinen Businessplan, er hilft, diesen vorzubereiten. 
Mit Hilfe des BMC können Sie mit überschaubarem Aufwand prüfen, ob Ihre Geschäftsidee Sinn macht.

Viele Einführungen in den BMC sind optimierbar

Viele Erläuterungen, wie der Business Model Canvas funktioniert, sind nicht wirklich eingängig. Das fängt mit schlechten Übersetzungen an. Und gerade aus diesem Grund, macht es Sinn, sich mit diesem Buch zu beschäftigen. Es erläutert den BMC herunter gebrochen auf das persönliche Geschäftsmodell: die Ich-AG.  

Das Buch fällt aus dem Rahmen

Schon optisch fällt der Ratgeber auf: Querformat, irgendetwas zwischen A5 und A4. Das Cover farbig bebildert, der Titel teils geschrieben, teils skizziert. Irgendwie witzig. Das Konzept zieht sich durch die 255 Seiten.

Gut erklärt, leicht lesbar, motivierend

Die Methode des Business Model Cancas fand ich gut erklärt, das Buch leicht lesbar und motivierend. Die Umsetzung wird dem Leser wirklich nahe gebracht. Es ist also keine schlechte Idee, sich mit dem Arbeitsmaterial zu versorgen: Stifte und Haftnotizen, ggf. einem großen Zeichenblock.
Fallbeispiele „veranschaulichen“ die Teilschritte und zeigen auf, wie der Business Model Canvas angewandt auf ein ganz persönliches Projekt funktioniert hat und welchen Effekt bzw. welche Erkenntnisse er bei der anwendenden Person erzielt hat.

Der Canvas und seine Anwendung in fünf Schritten

Das Buch gliedert sich in fünf Abschnitte. Im ersten Abschnitt wird der Canvas an sich erläutert. In den vier weiteren Gliederungspunkten liegt der Schwerpunkt auf einzelnen Punkten des Canvas. Je nach Bedarf werden ergänzende Techniken vorgestellt und ihr Zweck erläutert. Damit schleicht sich langsam der Gedanke ein, wie vielseitig die Methoden angewandt werden kann, wie „unaufwendig“ der Leser sie handhaben kann, um „immer mal wieder auf die Schnelle“ Teilaspekte zu bearbeiten. Der Canvas kann als umfassendes intensives Projekt gehandhabt werden, muss es aber nicht.

Leichte Schwächen, vor allem in der zweiten Hälfte

Der Nachteil der 255 Seiten: Teils ist es etwas ausführlich und im zweiten Teil schwächelt es etwas. Die Beispiele passen nach meiner Ansicht nicht immer. Manchmal habe ich mich gefragt: „Das soll dieses Beispiel erläutern? – Aha.“ Die Aufgaben erscheinen mir hier auch nicht mehr so passgenau. Parallel dazu habe ich da angefangen, manches zu überlesen.

Eine Empfehlung für den Weg zu Ihrem Projekt


Kurz und gut: es ist ein hilfreicher Leitfaden für den BMC auch oder gerade bei nicht-ökonomischen Projekten wie: Bester Vater/Mutter…. Auch wenn Sie Teilaspekte Ihres Lebens neu denken wollen, kann das Durchspielen des Business Model Canvas/You helfen. Genau das zeigt das Buch. Wollen Sie sich klar werden: Wo will ich hin? Was will ich? Ist das tragfähig? Was muss ich dafür tun? – Dann greifen Sie ruhig zu. Sie erhalten ein Buch, das ermöglicht, ermutigt und Sinn stiften hilft, leicht lesbar und leicht umsetzbar. Sie werden viel über sich selbst lernen, neue Perspektiven und Fragen entdecken können und auch den eigenen Wert besser einschätzen. 

Diese Rezension wurde vom Verlag durch ein Freiexemplar unterstützt.

Tim Clark, Alexander Osterwalder, Yves Pigneur:
Business Model You. Dein Leben. Deine Karriere. Dein Spiel.
Taschenbuch: 264 Seiten
Campus Verlags GmbH 2012
ISBN-13: 978-593-39725-2
Euro 27,95 


Freitag, 13. September 2019

"Wie mache ich mein Geschäftsmodell für den Bildungsexport fit?"

Gunnar Kaßberg mit der Auftaktfolie; Bild: CG
Diese Frage stellten sich zwölf Teilnehmer bei dem iMove-Workshop am 09./10. September 2019 in Bonn.

T.O.C. e.V. schätzt internationale und interkulturelle Bildungsarbeit hoch ein

Idylle im Innenhof de BiBB
Bild: CG

Mit dabei Claudia Grötzebach, Vorstandsmitglied des Berufsverbandes T.O.C. e.V..
Sie informierte  sich  stellvertretend für die bereits international tätigen und international interessierten Kollegen. Die Absicht: Sie will die gewonnen Erkenntnisse an die Mitglieder des Berufsverbandes weitergeben.




Konzentration bei Herbert Schläger und Uwe Meyer
Bild: CG

Hoch qualifizierte und erfahrene Teilnehmer


Fast jeder der Anwesenden Bildungsanbieter hatte bereits mehr oder minder intensive Erfahrungen auf dem internationalen Parkett und im Bildungsexport. Einige der Anwesenden haben an die 30 Jahre Erfahrung in der Bildungsarbeit.


Trends und Rahmenbedingungen ändern sich schnell


Doch bewußt war den Teilnehmern auch, dass sich die Bedingungen auf internationalen Märkten schnell ändern und ein gut zugeschnittenes und angepasstes Geschäftsmodell Fehlinvestitionen vermeiden hilft.

Carina  Adam in einer frühen Arbeitsphase
Bild: CG

Business Modell Canvas als flexibles, strukturiertes und schnelles Planungstool


Worauf die Interessenten dabei zu achten hatten, erläuterte Gunnar Kaßberg, Mitarbeiter des internationalen SEPT Programmes der Universität Leipzig.

In dem SEPT-Studiengang ( Small Enterprise Promotion and Training) werden vor allem ausländische Studenten für das Management von kleinen und mittleren Unternehmen fit gemacht. Weitere Informationen über den praxisorientierten Masterstudiengang finden Sie hier.


Der Exportleitfaden von iMove
Bild: CG

Einführung in den Exportleitfaden von iMove


Kern des zweitätigen Workshops war die Einführung in den iMove-Exportleitfaden.
Mit dieser Veröffentlichung unterstützt die Bundesinitiative iMove hiesige Bildungsanbieter dabei, ihre Berufsbildungsangebote ins nichteuropäische Ausland zu exportieren.
Neben dem Exportleitfaden bietet iMove weitere Informationen und eine Fülle von Veranstaltungen an.
Hilfreich ist das nicht nur für Einsteiger, auch bereits international tätige Anbieter können sich über Trends, Änderungen und aktuelle Gegebenheiten informieren.


Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) bietet reichlich Unterstützung

Gunnar Kaßberg im Gespräch mit Teilnehmern
Bild: CG

Damit reagierte das BiBB auf Probleme, auf die so mancher Bildungsanbieter stößt, wenn er in einem nichteuropäischen Markt aktiv wird. Zwei besondere Schwierigkeiten dabei: Ein tragfähiges Geschäftsmodell zu entwickeln einerseits, aber auch die Besonderheiten des ausländischen Marktes identifizieren und recherchieren andererseits.

Gerade vor diesem Hintergrund entfaltete der Workshop unter Leitung von Gunnar Kaßberg, einem der Autoren des iMove-Exportleitfadens seine Wirkung.


Sammlung der Autorin
Bild: CG

Eigene Ideen und Projekte wurden bearbeitet


Auf der Basis des Business Model Canvas bearbeiteten die Teilnehmer eigene Projektideen.
Aus Überlegungen entstanden in kurzen Einzelarbeitsphasen die Grundzüge einer Geschäftsidee, die dann in die  Diskussion gingen.

Das Spektrum der bearbeiteten Ideen war breit. Es reichte von der Gedankenspielerei, über Platzhalter bis zur konkreten  Geschäftsidee.

Nach der Einzelarbeit, dann intensive Partnerdiskussionen


Die Zwischenergebnisse diskutierten die Teilnehmer in Partnergesprächen und ergänzten so bislang unberücksichtigte Aspekte oder Details oder vertieften zu allgemein geratene Begriffe.


Präsentation von Arbeitsergebnissen
Bild: CG

Die Plenumsdiskussionen brachten oft spannende länderspezifische Informationen


Präsentationen im Plenum und Rückmeldungen durch den Referenten schufen dann den Sprung in die Internationalisierung.



Herbert Schläger von F+U gGmbH
Bild:  CG

Die hohe Expertise der Teilnehmer blitzt in den Präsentationen und Diskussionen auf


Die Präsentation vorhandener Kenntnisse, aber auch die Rückmeldungen der bereits erfahrenen Teilnehmer gaben Einblicke nicht nur in landesspezifische Gegebenheiten, sondern auch in grundsätzliche Einflussfaktoren auf einem ausländischen Markt.




Auch iMove gewinnt


Dr. Andreas Werner begleitete
den Workshop persönlich
Bild: CG
Bei diesen Veranstaltungen gewinnt auch iMove.
Die erfahrenen Teilnehmer investieren - neben dem Referenten und den Mitarbeitern des BiBB - ihre Expertise und informieren über ihre aktuellen Erfahrungen.

Sie können aber auch den Wandel auf den Märkten, auf denen sie aktiv sind, präzise einschätzen. Das kann helfen, künftige Entwicklungen zu identifizieren.

Jene Teilnehmer, die noch eher frisch im internationalen Bildungsgeschäft sind, machen den Anwesenden Zugangs- und Informationsprobleme bewußt.

In der Summe kann das BiBB durch die gewonnen Erkenntnisse nicht nur Kontakte knüpfen, sondern auch wertvolle Informationen gwinnen, um die eigenen Angebote laufend zu aktualisieren und zu optimieren.
Anke Köller war auch für die
Bilddokumentation zuständig
Bild: CG
Und schließlich gibt es Raum, sich zu informieren,  ob und in welcher Form andere Formate den Bildungsexporteuren Nutzen stiften konnten.

Konkret wurden in diesem Workshop die Kontaktanbahnungsreisen des BiBB genannt, die im Rahmen der  Bildungsinitiative statt finden.Sie würden wirklich Türen öffnen, so eine Teilnehmerin. Durchgehen müsse man aber schon selbst.

So wurde die Veranstaltung auch von zwei Mitarbeitern des BiBB betreut, Anke Köller und Dr.  Andreas Werner, dem zuständigen Abteilungsleiter.

Zwei kritische Punkte 


Die einzigen Kritikpunkte der Teilnehmer: Zu wenig Pausen und damit zu wenig Austausch unter den Teilnehmern.

iMove ist ein bewährtes Format

Roll-up der Bildungs-
initiative iMove
Bild: CG

2001 rief das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Initiative iMove (International Marketing of Vocational Education) ins Leben. Mit dieser Initiative sollte das wachsende internationale Interesse an deutschen Aus- und Weiterbildungsleistungen unterstützt werden. Wichtiges Instrument dabei: eine Netzwerkplattform, die das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) etablierte.

iMove fördert die Zusammenarbeit im ausland tätiger Institutionen und unterstützt interessierte Bildungsanbieter dabei, Akteure und Auftraggeber im Ausland zu finden und mit ihnen Kontakte zu knüpfen.

Ein wichtiges Informationsmittel dabei: das iMove-Internetportal. Deutsche Anbieter informiert es über Relevantes zum Bildungsexport  und alle Serviceleistungen von iMOVE. Internationale Interessenten informiert das Portal in sechs Sprachen über "Training – Made in Germany".

Freitag, 6. September 2019

Preisaktion des Springer Shops

Bis zu 40% sparen können Sie noch bis zum 30. September 2019 beim Kauf von englischsprachiger Fachliteratur des Springer Verlages. Promoted werden Veröffentlichungen zu Wirtschaftsthemen im weitesten Sinne.
Interessenten folgen dem Link zum Shop  und geben dann den Coupon-Code: BIZ19P an.
Autor: C.G.

Sonntag, 1. September 2019

CoachingCongress in Olten startet Call for Speakers

Eingabefrist endet am 15. September 2019

am 9./10. Juni 2020 feiert der Internationalen Coachingkongresses «Coaching meets Research» sein 10-jähriges Jubiläum. Die Eingabefrist für am Jubliäumskongress  interessierte Speaker läuft in Kürze ab. 

Der Titel der Jubliäumsveranstaltung verweist auf den Themenschwerpunkt: «Coaching Essentials 1980 – 2050» 

Details zum Kongress und dem Einreichen der Abstracts finden Sie auf www.coaching-meets-research.ch.

Die Kongressleitung freut sich nach eigenen Angaben auf zahlreiche spannende Eingaben und einen inspirierenden Kongress.

Autor: C.G.

Haben Sie Lust, die Petersberger Tage mitgestalten?

Am 24. und 25. April 2020 finden die 16. Petersberger Trainertage, der Branchenkongress für Personalentwickler/innen und Weiterbildner/innen im Steigenberger Grandhotel auf dem Petersberg in Königswinter statt.

Call for Papers gestartet


Der Call for Papers zu den Petersberger Trainertagen wurde in diesen Tagen gestartet und läuft noch bis zum 15. Oktober 2019

Das aktuelle Motto

Unter dem Motto Zeitenwende - Arbeiten im Aufbruch thematisiert den Umbruch der Arbeitswelt: neue Führungskonzepte und veränderte Anforderungen an die Personal- und Organisationsentwicklung.

An zwei Tagen können sich Berater, Trainerinnen, Coachs, Führungskräfte sowie PEler austauschen, diskutieren, debattieren, lernen, netzwerken und auch feiern.

Für interessierte Aktive

TOCs (Trainer OrganisationsBerater Coaches), die den Kongress rund um das Motto Zeitenwende mitgestalten wollen,  können Ihre Vorschläge und Ansätze bis spätestens 15. Oktober 2019 einreichen.

Sieben Formate für Aussteller und Referenten

Das Kongressformat wurde geliftet: In diesem Jahr gibt es daher erstmals sieben verschiedene Mitgestaltungsoptionen, unter anderem:

•        Ausstellungsstand plus Workshoppräsentation
•        Speed-Geeking
•        PTT-Talk
•        HR-Innovation-Snap

Weitere Informationen - auch zu den Aktionsformaten - finden Sie auf auf der Webseite.

Autor: C.G.

Dienstag, 4. Juni 2019

Sind Sie international tätig ? Dann kommen Sie doch auch zum Dreiländertreff am 06.06.

Gerade habe ich im iMove-Newsletter den Dreiländertreff entdeckt: Am 6. Juni 2019, so heißt es da, sind die Leitungen der iMOVE-Büros in China und Indien sowie der iMOVE-Kontaktstelle Iran zu Gast in Bonn. Berufsbildungsanbieter sind dazu herzlich eingeladen. 

Die Leitungen der Büros und der Kontaktstelle werden den Anwesenden einen Überblick geben über die aktuelle Situation rund um die berufliche Bildung in China, Indien und Iran. Dabei informieren sie auch über mögliche Projekte und Ausschreibungen.

Im Anschluss an einen Informationsteil haben Anwesenden die Gelegenheit zu Einzelgesprächen mit den Vertreterinnen und Vertretern der drei Länder.
  • Termin: 6. Juni 2019
  • Veranstaltungsort: Bonn
  • Anmeldschluss: 27. Mai 2019
  • Kosten: Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Eine verbindliche Anmeldung ist notwendig.

Im  Link leitet Sie weiter zur Anmeldung

Mittwoch, 8. Mai 2019

Probleme mit einem Erpressungstrojaner?

"Ein Entschlüsselungstool für den Erpressungstrojaner MegaLocker/NamPoHyu ist öffentlich verfügbar" berichtet der Conrad InfoTicker vom 07.05.2019.

Demnach haben Sicherheitsforscher ein Gratis-Entschlüsselungstool für eine aktuelle Ransomware (MegaLocker/NamPoHyu) veröffentlicht. Der Malware-Entwickler findet das vermutlich gar nicht witzig. Nutzer dagegen dürften erleichtert sein. Wenn Sie mehr wissen wollen lesen Sie auf der Heiseseite weiter

Gut für T.O.Cs: "Freenet Funk: Mobilfunk und LTE-Flatrate für einen Euro am Tag"

 

Der Conrad Info Ticker (08.05.2019 berichtet: 
Ein neuer Mobilfunktarif von Freenet lässt sich tageweise buchen und kündigen. Für einen Euro pro Tag gibt es eine echte LTE-Flatrate, sogar mit einer Wunschnummer – wenn auch mit einem Haken. 

Wer mehr wissen will, sollte auf die Heiseseite schauen.

Sonntag, 20. Januar 2019

Passwort-Sammlung mit 773 Millionen Online-Konten im Netz aufgetaucht

Screenshot des Conrad Info Tickers vom 18.01.2019
von Claudia Grötzebach
 "...eine riesige Sammlung mit Zugangsdaten zu Online-Diensten zirkuliert in Untergrund-Foren. Die Passwörter von Millionen Nutzern sind betroffen."

Das meldete der Conrad Info Ticker am 18.01.2019 zeitgleich mit diversen Nachrichtensendungen.                              

Deutsche ziemlich sicher betroffen

So kann eine Warnung des Hasso-Plattner-Institutes
aussehen von Claudia Grötzebach
Bei dieser Zahl wurde auch mir flau. Die BRD zum Beispiel hat rund 80 Millionen Einwohner, mit 773 Mio. gelisteten eMail-Adressen ist die Zahl der Betroffenen rund zehn mal so hoch, bei 21 Mio. veröffentlichten Passwörtern. 
Die Wahrscheinlichkeit, dass auch Einheimische davon betroffen sind, ist extrem hoch. Das Ergebnis, zwei meiner eMail-Adressen sind betroffen.


So kann eine Warnung des Hasso-Plattner-Institutes
aussehen von Claudia Grötzebach

"Bin auch ich betroffen?" 

"Bin auch ich betroffen?" sollten auch Sie sich fragen, wenn Sie im Internet unterwegs sind oder eMails erhalten. Und doch, so mancher, mit dem ich telephoniere, hat sich nicht schlau gemacht, ja macht sich noch nicht einmal Gedanken...


Screenshot von der
Webseite Troy Hungs

Bitte werden Sie aktiv!

So testen Sie, ob Ihre Adressen kompromittiert sind: 
  1. Nutzen Sie die gängigen Seiten, um Ihre eMail-Adressen zu testen.
  2. Wählen Sie seriöse bekannte Seiten, auch hier lauern Phishing-Fallen.
  3. Grundsätzlich sind deutsche Seiten für Deutschsprachige günstiger, denn:
    a. Wir verstehen die Infos besser, das sollte man nicht unterschätzen.

    b. Deutsche Seiten - mit Ausnahmen - übermitteln die Daten nicht ins Ausland.

Meine Favoriten für den Risikocheck

Meine erste Wahl ist das Hasso-Plattner-Institut der Uni Potsdam. Sie braucht allerdings Geduld. In ein Infofeld geben Sie Ihre eMail-Adresse ein und erhalten später eine eMail mit den Rechercheergebnissen an Ihre angegebene Adresse.
https://sec.hpi.uni-potsdam.de/ilc/search?lang=de


Am bekanntesten ist die Webseite "Have I Been pwned". Dort verläuft die Recherche sekundenschnell. Ich war "pwnd". Doch was heißt "pwned"? Der Google-Übersetzer bietet übrigens "pwned" an. Sehr informativ....

Doch mittlerweile gibt es eine deutsche Variante: www.experte.de. Hier wird Ihnen mitgeteilt, ob und wie oft Sie in "geleakten" Datensätzen gefunden wurden. In Kästen unterhalb dieser Angabe wird Ihnen dann erklärt, worum es dabei geht. Ich war in zwei Fällen in 2012 und 2013 betroffen. Da waren meine Accounts - Gott sei Dank - schon ungültig oder die Passwörter bereits geändert.


Außerdem können Sie über den Firefox Monitor Ihre eMail-Adresse prüfen und herausfinden, was Hacker über Sie wissen. Außerdem können Sie dort auch Sicherheitsberichte abonnieren. Sicher eine gute Maßnahme.

Und - verlassen Sie sich nicht auf die Recherche über nur eine Seite, so die allgemeinen Empfehlungen.

„Oh no – pwned!“

Lesen Sie bei Ihrem Check: „Oh no – pwned!“ dann ändern Sie zügig das entsprechende Passwort. Es empfehlen sich auch weitere Maßnahmen. Wer die Information „No pwnage found!“ erhält, kann sich entspannen, sollte aber trotzdem die Passwort-Sicherheit (siehe: Zwei-Faktor-Authentifizierung) nicht vergessen. Regelmäßige Checks empfehlen sich natürlich auch. Und - meiden Sie offene Netzwerke.

Mein Fazit zum Umgang mit Passwörtern:

  1. Ändere Dein Passwort. 
  2. Jeder Account/Zugang - ein Password - konsequent.
  3. Lege eine "geheime" eMail-Adresse an, die nur für Logins genutzt wird und sonst unbekannt bleibt.
  4. Wähle "lange" Passwörter, auch wenn manche Anbieter keine "langen" Passwörter akzeptieren. (Ja, das gibt es wirklich!) Empfohlen sind 8-20 Zeichen. 
  5. Wähle keine einfallslosen Passwörter wie "123456".
  6. Integriere Zahlen oder Sonderzeichen, auch Groß- und Kleinschreibung. 
  7. Notiere Passwörter nicht, oder wenn - halte die Liste unter Verschluss.
  8. Nutze ein System, aber kein einfaches - oder einen Passwortmanager. 

Einmal ist kein Mal

Datensicherheit ist keine Einmalaktion. Sie muss regelmäßig wiederholt werden. Deshalb habe ich jetzt meinen Terminkalender bereichert: Ich plane Sicherheitsrecherchen ein.

Webseiten und Hintergrundinfos

Möchten Sie mehr wissen? Dann lesen Sie den Sachstand ausführlicher auf der Heise Webseite nach. Dort gibt es auch weitere Seiten mit Passwort-Ratgebern und mehr. 

Nützlich fand ich auch die Tipps von der Webseite "Onlinewarnungen". Die informierte mich zum Beispiel über die deutsche Variante von "Have I Been Pwned". 

Wer mehr über die Bedeutung wissen will, für den lohnt sich ein Blick auf "bedeutungonline".

Und nutzen Sie den einen oder anderen Technik-Newsletter, auch wenn es manchmal die Geduld strapaziert:

Mein Informationsfavorit

Auch wenn die Conrad-Werbung mit täglich zwei Newslettern die Geduld strapaziert, der Conrad TechTicker war es bislang Wert. Der überarbeitete Conrad Info Ticker (seit 1.1.2019) ist schlechter: Die Anreißer sind zu allgemein und die Zahl der Meldungen ist reduziert. Früher - im Tech Ticker - reichte ein Blick für eine umfassende Information, jetzt braucht es den Klick auf die Webseite. Und auch dann erscheinen sie mir schlechter aufbereitet. Dennoch - seriöse Infos frei Haus sind nicht so häufig. Hier finden Sie den Heise-Artikel mit Hintergrundinfos.

Autor: Claudia Grötzebach

Montag, 14. Januar 2019

Der inspirierend herzliche Berufsverband für Trainer Organisationsberater und Coaches


Ein denk- und merkwürdiger Workshop mit Lisa Boje

Am Beginn stand Skepsis, am Ende Begeisterung. Dazwischen lagen drei Fragen, eine Auswertung, Lachen, Scherzen, Herzeln und Brüten.
schnell begeistern die Ergebnisse
Sabine Theisen-Schwede, Dr. Inge Osthoff

Auch Vereine müssen sich ab und zu neu positionieren

Wer von uns kennt das nicht? Wir arbeiten gut, wir überzeugen, die Teilnehmer sind zufrieden, aber wie sage ich es „meinem Kinde“? Mal hat sich unsere Expertise geändert oder wir brauchen ein Lifting. - Den eigenen Standort neu zu bestimmen und seine Selbstdarstellung zu optimieren, ist für die meisten von uns eine echte Herausforderung. Vereinen geht es nicht anders.

Fünf Aktive zu Gast bei Lisa Boje

Roland Schulz, Ines Schulze-Schlüter,
Sabine Theisen-Schwede, Inge Osthoff
Deshalb trafen sich fünf Aktive des T.O.C. e.V. an einem schönen Maisonntag in Krefeld zu einem Corporate-Strategie-Workshop bei Lisa Boje. Die Marketing-Expertin aus der Schweiz ist eine ausgewiesene Expertin für die Corporate-Strategie und hatte dem T.O.C. e.V. ein Sponsoring angeboten.

Aufwärmen ist bei T.O.C.isten nicht nötig

Die geplante Aufwärmrunde war bei uns überflüssig, so locker, herzlich und entspannt wie es sofort startete. Da bekamen die vorbereiteten Motivpostkarten eine andere Bedeutung: Wer fand das spannenste, witzigste oder treffendste Motiv. In der Sache ging es wortreich zu. 

Drei Fragen führen durch den Workshop

Drei Leitfragen prägen die drei der vier Arbeitsphasen eines Corporate-Strategie-Workshops:

Was ist das Leistungsversprechen? (Consumer Benefit) Es brüteten die Anwesenden. Die Ideen sprudelten, Lisa schrieb. Hier ein Einfall. Da ein Gefühl. Dort ein Zweifeln. Lisa hakt nach. Eine neue Sicht auf die eigenen Leistungen und schon kommen scheinbar völlig neue Angebote ins Spiel.
Was ist eigentlich T.O.C.?
Claudia Grötzebach

Womit begründen wir unser Versprechen? Wie können wir unsere Leistungsfähigkeit beweisen? (Reason/why to belief?) Hier füllen Verbandshistorie, persönliche Qualitäten und Qualfikationen, Produkte und Engagement die gelben Post-its.

Wie sprechen wir unseren Kunden und Kollegen an? (Tonality) Wie gehen wie miteinander um? Was erleben wir andernorts? Herzlichkeit, Respekt und Offenheit sind uns am wichtigsten, stellen wir fest. Freundliche Gradlinigkeit statt Schicki Micki und dem Bedürfnis zu beeindrucken. 


Lisa Boje und Inge Osthoff
bereiten das Punkten vor

Punkten führen zu unseren Kernaussagen

Am Ende gilt es, auszuwählen: Wir punkten die Fülle der Ideen und entwickeln so Schwerpunkte und Kernaussagen. 

Einfach aber ganz und gar nicht simpel

Einfach, aber nicht simpel und leichter als es im ersten Moment scheint ist diese Corporate-Strategie, die vorab interessant wirkte, aber inspirierend? Das konnten wir uns noch nicht vorstellen. 

Inspiriert, beschwingt, "high"


T.O.C. beschwingt:
Ines Schulze Schlüter, Roland Schulz
Am Ende sind wir inspiriert, begeistert und ein wenig „high“. Es ist erstaunlich, wie aus Ideen, Erinnerungen, Überzeugungen, persönlichen Bewertungen, kleinen Erlebnissen, Satzfetzen, Gedanken, Formulierungssplittern, Zweifeln, Bedürfnissen und Assoziationen langsam ein gemeinsames Gefühl, eine gemeinsame Perspektive, gemeinsame Bilder und Schwerpunkte heranwachsen. 

Langsam formen sich neue Dimensionen. Es entwickeln sich Zusammenhänge und Schwerpunkte. Der Blick wandert, mal auf Erfahrungen („Das hatten wir mal“), die Kollegen, den persönlichen Gewinn: was wir so schätzen in und an diesem Miteinander.

Plötzlich ist die gemeinsame Vision da

Und plötzlich ist sie da - die alle überzeugende, gemeinsame Vision, in Worte gegossen - inspirierend. Jetzt wussten wir - schwarz auf weiß - , warum wir miteinander arbeiten und gerne miteinander arbeiten (wollen). - 
Was ist eigentlich T.O.C. e.V.? 
Freunde, Austausch, Ideen, Projektschmiede, lebendig, warm, freundlich, herzlich, beschwingend, belebend, motivierend, aktivierend.

Corporate-Strategie? - Das muss man einfach erleben!
- Und Lisa Boje auch...

Autor: Claudia Grötzebach

Und wo war jetzt der Workshop?


Zertifizierung light? - Die GRETA-Kompetenzbilanzierung vielleicht doch noch nicht ganz ausgereift? Eindrücke von dem Greta-Workshop am 22. Juni 2018 in Soest.

„Und wo war jetzt der Workshop?“ Diese Frage ist ein wenig symptomatisch für den Eindruck, den die Greta-Roadshow in Soest hinterlies. Eine wichtige Teilnahme, denn bislang hat sich der T.O.C. e.V. keinen rechten Eindruck machen können von diesem Projekt, das mal als Zertifizierung, mal als Kompetenzbilanzierung bezeichnet wird.
Noch schwieriger wird es, wenn plötzlich die Begutachtung von Lehrenden Thema ist und im nächsten Moment die Begutachtung von Veranstaltungen und eine Reorganisation und Bilanzierung von Fortbildungsinstituten.
Kurz: Wer sich bislang mit dem Projekt noch nicht beschäftigte, dem wird es nicht leicht gemacht. Dieser Ferneindruck ließ sich in Soest eher bestätigen als wiederlegen. 

Was ist Greta?

GRETA ist ein vom Bildungsministerium gefördertes Forschungs- und Entwicklungsprojekt. Die Aktiven arbeiten seit 2014 daran, ein Anerkennungsverfahren für Lehrende zu entwickeln. Dieses Verfahren will die Kompentenzen von Lehrenden erfassen, daraus Standards entwickeln und dann in einem Beratungs- bzw. Validierungsprozess jedem interessierten Trainer, Dozenten, Referenten... die Möglichkeit geben, sich bilanzieren zu lassen.

„Was läuft aktuell?“

Aktuell ist die öffentliche Förderung diesen Projektes ausgelaufen. In der Endphase präsentierten die Projektverantwortlichen seit Mai die Ergebnisse ihrer Arbeit, und damit das entwickelte Kompetenzmodell, in öffentlichen „Workshops“ an verschiedenen Standorten. Der T.O.C. e.V.. hat in Soest an einer der letzten öffentlichen Präsentationen teilgenommen.

Wie sah der „Workshop“ aus?

Von 11:00 bis 15:00 war der „Workshop“ ausgeschrieben. Ein Zeitraum, der  für einen Workshop etwas knapp bemessen schien, aber praktisch ist, wenn man den Focus auf Alltagstauglichkeit legt: So braucht es keine Übernachtung. Es bleibt bei einer Tagesveranstaltung. Zu erwarten ist dann aber ein ziemlich vollgepackter Tag. So war es auch.
Ziemlich pünktlich begann es um 11:00 mit der Eröffnung durch das gastgebende Institut, die Supportstelle Weiterbildung im Tagungshaus der Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule in Soest. Bis zur Mittagspause folgte dann eine rund einstündige Präsentation des Projektes in Interviewform.
Um 13:00 starteten dann zwei parallele „Workshops“, in denen sich die Teilnehmer entweder über das Anerkennungsverfahren oder über die Einführung in die Praxis informieren konnten.
Und schließlich gab es eine rund halbstündige Diskussion zum Abschluss der Veranstaltung. 

Und was genau wurde entwickelt?

Entwickelt wurde das GRETA-Kompetenzmodell in Anlehnung an jene Kompetenzmodelle, die den Pisa-Reformprozess prägten, entwickelt nach Franz Weinert. Das vorliegende Modell versuchte zunächst einmal  zu erfassen, über welche Handlungskompetenzen professionell Lehrende verfügen sollten. Dies Kompetenzen bildet das Modell in einem Kompetenzkreis ab, der sich in vier Felder und drei Ringe gliedert.
Auf der Basis dieses Modells wurden dann de facto zwei Produkte entwickelt: erstens eine Kompetenzbilanzierung der Lehrenden (PortfolioPlus) und zweitens die Einordnung von Veranstaltungen innerhalb des Kompetenzmodells. Hierbei geht es darum, Veranstaltungen im Hinblick darauf, welche Kompetenzen sie fördern, einzuordnen. Es kann also als Steuerungsinstrument für Bildungsanbieter dienen. 

Angestestet wurde PortfolioPlus

In einer Testphase wurde vor allem das PortfolioPlus, also das Diagnosemodell für Lehrende ausprobiert, anscheinend mit positiver Rückmeldung, denn die identifizierten Kompetenzen deckten sich weitgehend mit den von den Probanten selbst wahrgenommenen und bestätigten wohl weitgehend das Selbstbild der Testpersonen.

Und warum das Ganze?

Der Ausgangspunkt ist sympathisch: Die vorgestellte Form der Kompetenzbilanzierung will den Lehrenden aber auch Auftraggebern, z.B. Instituten und Bildungseinrichtungen, Orientierung geben. Standards sollten ermöglicht werden, die eine Vergleichbarkeit im Know How der Lehrenden schaffen und damit auch allgemein zu einer Anerkennung der Qualifikation der Lehrenden führen. Vielleicht, so schimmert die Hoffnung der Initiatoren heraus, kann das auch zu einer Befreiung aus den prekären Arbeitsverhältnissen in weiten Teilen der Weiterbildung schaffen. 

Kritikpunkte

Das Ganze ist derzeit noch viel zu diffus und unsauber ausgerichtet, so der Eindruck. Man präsentiert ein Produkt, doch de facto sind es mehrere, derzeit zwei, potentiell drei. Da sind begriffliche Unsauberkeiten wie der Bezeichnung „Workshop“ für diese Präsentation. Erarbeitet wurde nichts, ergebnisoffen war auch nichts... Also war der Begriff „Workshop“ schlicht falsch gewählt, vielleicht weil er so schick ist? Gespielt mit dem Zielbegriff der „Anerkennung“ als Ziel/Sinn der Kompetenzbilanzierungen. Das suggeriert Nähe zu einer Zertifizierung. Dafür aber fehlen Know How und klare Standards.

Zielgruppe?

„Wer ist die Zielgruppe?“ - Anwort: „Alle Lehrenden... 530.000 derzeit statistisch geführte.“ Die Frage nach der Zielgruppe konnte also nicht wirklich beantwortet werden. Grundlage eines jeden Marketings ist eine Zielgruppendifferenzierung. Hier macht das Bildungsmarketing keine Ausnahme. Haben sich die Entwickler wirklich nicht mit Konkurrenzprodukten oder aktuellen Trends beschäftigt? Haben Sie nicht recherchiert, wie Bildungsanbieter ihre Qualität sichern und ihre TOC-Partner auswählen? Wäre es nicht wichtig zu klären, ob es Unterschiede in den Kompetenzen von Trainern, OrganisationsBeratern, Coaches, Dozenten, Referenten gibt? Passt das Modell auf alle? Gibt es zu identifizerende Unterschiede in den Benchmarks? Lassen sich Unterschiede feststellen zwischen z.B. formell ausgebildeten Lehrenden und nicht bzw. punktuell ausgebildeten? In der Roadshow blieb der Eindruck, man beschäftige sich damit nicht. Falls die Aktiven es nicht thematisieren wollten, haben Sie sich keinen Gefallen getan.

Was machen Sie anders?

Frage: "Wie grenzen sich die beiden Produkte von bestehenden Zertifizierungen ab? Was ist da angedacht?" - Antwort: "De facto nichts, darum könnten sich ja der T.O.C. e.V. und der DVWO e.V. kümmern." Das klingt wenig solide. 

Ein zarter Hauch von Schein statt Sein

Handwerklich wirklich sauber? Kompetenzen zu definieren, statt Wissensprüfung und Arbeitsprobe... Ist die heutige TOC-Qualifizierung nicht schon weiter? Bei aktuellen Ansätzen werden beide, Wissens- und Kompetenzbilanzierung miteinander kombiniert. In den Beschreibungen der GRETA-Kompetenzbilanzierung klingt es eher nach Bilanzierung auf der Grundlage von Selbstauskünften. Das wirkt eher wie eine Scheinzertifizierung.

Viel Geld für nichts?

Ein Preis von 500,-- Euro ist für einen VHS oder IHK-Trainer viel. Eine Refinanzierung erscheint aber wenig realistisch. Wo soll es herkommen, wenn Honorare nicht verhandelbar sind?
Annerkennung von Lehrqualifikationen erreicht man üblicherweise durch Standards, Zugangsbeschränkungen und differenzierte, durchdachte Angebote, nicht durch „nice-to-have“-Konzepte.


Damit wirkt die Kompetenzbilanzierung eher als ein Analysetool für Lehrende ähnlich wie sie auf der Basis von Persönlichkeitsmodellen z.B. DISG-Profile entwickelt werden.

Zukunftsperspektive?

Das Projekt hat tatsächlich Potential. Es könnte ähnlich wie ein Persönlichkeitsmodell eine Art Kompetenzenmodell für Lehrende sein. Als Diagnose- und Steuerungselement nicht schlecht. Doch bevor das tatsächlich Verbreitung finden könnte, müssten die Unklarheiten aufgearbeitet werden. Vielleicht stellt sich im Zuge der ARbeit heraus, daß eine Differnzierung z.B. der Lehrenden nach Coaching, Training, Seminardozent... irrelevant ist, da sich laut Analyse keine Unterschiede feststellen lassen. Doch das sollte dann als Ergebnis eines Validationsprozesses formuliert werden und nicht, weil es nicht bedacht wurde oder nicht bearbeitet werden soll, will, wird...
Jeder Lehrende muss hart für sein Geld arbeiten und wenn er es so investiert sollte er ein wirklich ausgereiftes Produkt mit klaren Profil, klarem Erkenntnisgewinn und klaren Refinanzierungsmöglichkeiten durch echte Wettbewerbsvorteile erhalten. Es gibt also noch Luft nach oben.

Autor: Claudia Grötzebach