Montag, 13. Januar 2020

Ein Rückblick auf 2019: "Was habe ich da eigentlich so alles gemacht?"

Die Zeit zwischen den Tagen ist wichtig
als Besinnungsphase. Bild: C.G.
In diesen Tagen steht wieder unser Neujahrsgruß an, die Rechnungen wollen geschrieben werden und wir müssen zurück schauen: Was haben wir im vergangenen Jahr geleistet?
Viele unserer Mitglieder überlegen in der Zeit zwischen den Tagen genau so wie wir, was der Verband (also wir, der Vorstand) für sie getan hat.
Damit trudelt die eine oder andere Kündigung, hier und da begleitet von einer häßlichen Kritik.





Wichtige Denkstöße zu einem kritischen Rückblick

Wie bei einem Eisberg ist nur ein Bruchteil
der Vorstandsarbeit sichtbar. Bild: C.G.
Das sind gute Denkanstöße, denn sie regen uns als Vorstände an, unser Handeln noch kritischer zu reflektieren: Was haben wir eigentlich im letzten Jahr getan? Und mit welchem Effekt? Was wurde erfolgreich abgeschlossen? Woran sind wir gescheitert?
Nicht nur hat jedes Mitglied ein Anrecht darauf zu wissen, was so ein Vorstand eigentlich macht. - Es ist auch für uns Vorstände eine gute Gelegenheit zu überlegen, ob die eigene Arbeit noch Sinn macht.



Zu diesem Jahreswechsel bin ich besonders gestresst

Eigentlich verwunderlich, denn ich bin Mitte Dezember aus der Antarktis zurück gekommen. Ein Erlebnis, das mich tiefer als vieles sonst im Leben berührt hat. Außerdem war das die einzige Erholung in diesem Jahr, das noch mehr als sonst von Arbeit geprägt war.
Kaum zurück rächten sich diese drei Wochen totale Auszeit. Ich musst nicht nur viel nacharbeiten, sondern nahm zum ersten Mal wieder die Papierberge um mich herum wahr und erkannte: Das muss sich ändern.

Eine Leistungsbilanz wäre wohl sinnvoll

Einfach mal notieren: "Was habe ich denn so gemacht?"
Bild: C.G.
Da passt ein kritischer Rückblick und der aktuelle offenbart: Für mich ist schwer nachzuvollziehen, was ich alles so gemacht habe, wie viel Zeit ich investiert habe. Die meisten Dinge "mache" ich nebenbei: Ein Anruf kommt herein, eine Mail wird schnell beantwortet oder geschrieben, ein Post mal eben nebenbei ins Netz gebracht.
Das heißt nicht, das das auch schnell gemacht/erledigt ist. Diese Aufgaben sind nur nicht geplant und meist auch gar nicht erfasst. Vieles lässt sich nur durch eine Annäherung ermessen. Eine echte Bilanzierung der Aufgaben wäre angesichts dessen ganz sinnvoll.


Meine erste Jahresbilanz - für 2019

Als Vereinsmeier habe ich jetzt, im Januar 2020, auch das erste Mal versucht, meinen ganz persönlichen Aufwand zu schätzen. Nun rächt sich das Fehlen eines Monitorings der Leistungen für meinen Verein. Ich muss mich über Tricks dem Aufwand annähern.

Über typische Tätigkeiten zu einer Zeitbilanz

Beginnen wir mit einer Auflistung und Beschreibung der Kernaufgaben, die mehr oder minder regelmäßig auftauchen.
  • Telephonkonferenzen (Telkos)
  • Persönliche Vorstandstreffen
  • Mitgliederversammlung
  • Bloggen
  • Mitglieder-Rundschreiben 
  • Konzeptarbeit (Recherche, Entwurf, Präsentation)
  • Offizielle Entsendung durch den T.O.C. e.V.
  • Fortbildung(en)

Wie hoch ist denn der Aufwand für eine dieser Tätigkeiten?

Nachdem ich weiß, welches meine Kernaufgaben waren, kann ich prüfen, wie hoch der Aufwand im Mittel ist und wie oft welche Tätigkeiten zu leisten waren.

Telkos

Als Vorstand hatten wir ursprünglich eine wöchentliche Telko am Sonntagmorgen. Wir bemühen uns um Kürze und kalkulieren maximal 1,5 Stunden. Das klappt nicht immer, es kann aber auch schneller gehen. Im vergangenen Jahr haben wir die Häufigkeit auf besonderen Wunsch halbiert und einen zweiwöchtentlichen Rhythmus eingeführt, dafür wurden "Zwischentelkos" bei Bedarf eingeschoben. inclusive Vor- und Nachbereitung sind 2,5 proVorstandstelko eine solide Schätzung. 

Bloggen

Man bloggt nicht mal eben schnell.
Bild: C.G.
Bisher bin ich die einzige die für den T.O.C. e.V. bloggt und Posts veröffentlicht. Insgesamt haben wir derzeit 78 Post ausgewiesen. Davon sind 5 im Entwurfstadium. Da diese Artikel über einen Zeitraum von rund eineinhalb Jahren geschrieben wurden, rechne ich dem letzten Jahr ca. 40 Posts zu. Pro Post brauche ich mindestens drei Stunden, wenn ich nicht aufwändig recherchieren muss. Ziemlich flott wenn ich Vergleichsangaben rechne. Yvonne Krauss schreibt in Crashkurs Bloggen, daß sie mit Schreibtechnik und Recherche ca. sechs Stunden pro Artikel braucht. Da bin ich schon ein klein wenig stolz. Ich hoffe nur, die Qualität leidet darunter nicht zu sehr.

Rundschreiben

Neben den Blogposts schreibe ich in der Regel auch die Rundschreiben und Konzepte. Beim Versandt werde ich von Roland Schulz entlastet. Wenn wir ein Schreiben mit CleverReach versenden, dann scheibe ich es und bereite es vor, aber es muss von Roland noch einmal "gefinished" werden.
Ein Rundschreiben braucht ebenfalls mindestens 3 Stunden, Entwurf, Schreiben, Korrektur.

Roland Schulz, Gerd Mewes
Bild: C.G.

Persönliche Treffen

Zwei Mal im Jahr trifft sich der Vorstand persönlich. Das findet meist bei Roland statt. Wir beginnen zwischen 9:00 und 10:00 und enden zwischen 18:00 und 19:00. Dazu kommt die Anfahrt von ungefähr zwei bis drei Stunden.
Die Treffen wollen ebenfalls vor- und nachbereitetet werden
Schätzen wir also pro Treffen ca. 15 Stunden Aufwand.

Daneben gab es in Basel ein Regionaltreffen mit Mitgliedern und Interessenten.

Jos Donners, Claudia Grötzebach,
Inge Osthoff auf der MV 2019. Bild: C.G.
Die Mitgliederversammlung und Konzepte

Die Mitgliederversammlung bindet mit mindestens zwei Einladungen, der Vorbereitung der Formulare, den Rechenschaftsberichten, Konzepten und Projektionen und den Telephonkonferenzen zur Vorbereitung erstaunlich viel Zeit.
Ein Gutteil, gerade was Konzepte angeht, lässt sich kaum kalkulieren. In der PR-Beratung rechnet man etwa sechs Wochen für die Entwicklung eines Konzeptes. Bei uns trifft das so nicht zu, aber gerade die Überarbeitung der Satzung, das Recherchieren und Entwickeln der Geschäftsordnung, aber auch die Konzepte z.B. für eine Veranstaltungsserie kosten Tage, nicht nur Stunden.
Rechnen wir pro Konzept zwei Tage, für die Einladungen und Antragsvorbereitung ebenfalls einfach mal je einen Tag.

Entsendungen

Einmal im Jahr werde ich normalerweise für zwei volle Tage entsandt als offizielle Vertreterin des T.O.C. e.V. zu den Mitgliederversammlungen des DVWO e.V. und des FWW e.V.: 48 Stunden Abwesenheit.

Fortbildungen

Im vergangenen Jahr habe ich direkt und indirekt für den T.O.C. e.V. einige Fortbildungen besucht:
  • Vereinsfinanzen (2 Tage)
  • Vorstandsmanagement (2 Tage)
  • Greta (1 Tag)
  • internetgerecht Schreiben (2 Tage)
  • PR-Arbeit (2 Tage)
  • Videos für das Internet (2 Tage)
Einiges wurde hälftig vom T.O.C. e.V. übernommen, doch die meisten dieser Fortbildungen habe ich aus eigener Tasche bezahlt. 
Die Fachliteratur stapelt sich. Bild: C.G.
Mir wird bewußt, daß viele der Tätigkeiten für den Verein einen hohen Qualifikationsbedarf nach sich gezogen haben. Bloggen z.B., das macht man nicht mal so.
Eine Internetpräsenz gibt man nicht einfach so in Auftrag. Dazu braucht es tatsächlich ein Minimum an Fachwissen.
Das Schreiben einer Pressemitteilung ist anders als das Schreiben eines Blogposts. Und Qualitätskriterien muss ich in diesen neu erlernten Feldern auch noch lernen...
Und auch Bilder wollen bearbeitet werden. Am kommenden Wochenende also werde ich dazu auch wieder eine Fortbildung machen - auf eigene Kosten.
Die Fachliteratur dazu stapelt sich mittlerweile auf und neben dem Schreibtisch, ja sogar auf dem Boden.

Die Zeitbilanz zeigt, da läppert sich ganz schön was



 Anlass
 Stunden/Tage
 Telkos
 72
 Persönliche Vorstandstreffe
 30
 Mitgliederversammlung
 35
 Bloggen
 120
 Mitgliederrundschreiben (sonstige)
 12
 Entsendungen
 48 h
 Konzeptarbeit
 8 Tage
 Fortbildung
 10 Tage


Insgesamt komme ich damit auf knapp zwei Monate Vorstandsarbeit - nur für die mehr oder minder regelmäßigen Aufgaben. Tätigkeiten wie die das Protokollieren der MV, das Roland und ich unvorhergesehen selbst leisten mussten, sind da nicht enthalten. Das sind zwei Monate meiner Lebenszeit, die ich nicht in persönliche Projekte investiert habe, sondern in eine Gemeinschaft namens T.O.C. e.V.


Mein persönliches Fazit

- Ehrlich, wenn ich das so betrachte, sollte ich meinen Aufwand dringend reduzieren. ;-)
Vor allem, weil die Rückmeldungen und Fortschritte im Rückblick sehr gering sind. Allem und jedem muss "man" hinterherlaufen. Und dann auch noch Kritik? Danke, eigentlich muss ich das nicht haben.
Und genau hier setzt der Nutzen eines solchen Fazits ein. Steht mein Aufwand noch im Verhältnis zum Nutzen? Woran kann das liegen? Was muss ich ändern? Besteht da Aussicht auf Erfolg?

Vereinsmanagment ist wie Projektmanagement

Für diesen Jahresanfang hat die Kritik und unsere Selbstreflektion ergeben:
Wir gehen nur noch ganz konkrete Projeke an.
Wir bemühen uns stärker um aufwandsreduzierende Verfahren.
Wir fordern mehr Engagement Dritter, gerade unserer Mitglieder ein.
Es wird wohl auch ein Testfall werden.

Autor: C.G.

Sonntag, 12. Januar 2020

"Was macht eigentlich ein Vorstand so? Macht Ihr überhaupt etwas?"

 fragen uns unsere Mitglieder immer mal wieder - mit Recht. Viel zu viel der Arbeit passiert ja im "Off", also unsichtbar für Aussenstehende. Und viel scheint sich ewig hinzuziehen. Wie kann das sein?

Die winterliche Anfahrt
durch den Westerwald
Bild: C.G.

Impressionen vom ersten persönlichen Vorstandstreffen am ersten Januarsonntag

Auch in diesem Jahre hat sich der Rumpfvorstand des T.O.C. e.V., Claudia Grötzebach und Roland Schulz, am ersten Januarsonntag im schönen Westerwald getroffen.

Beginn in der Regel um 10:00

Gegen 10:00 begann die Arbeit, nachdem schon am Vortag die wichtigsten Punkte für das persönliche Treffen abgestimmt worden waren.
Erster Punkt: Einrichtung der persönlichen T.O.C.-Cloud bzw. NAS und überspielen der Daten.

Ohne Cloud und digitales Archiv geht es nicht

Eine Cloud ist für die Verbandsarbeit heutzutage unverzichtbar. Vorstände müssen gemeinsam auf Daten wie Mitgliederlisten, Dokumente, Schreiben ... zugreifen. Sind sie nur physisch vorhanden, dann müsste man jedes Dokument, jedes Bild, jede Liste verschicken postalisch oder per eMail. Das kostet nicht nur Zeit, sondern auch viel Energie. Daher ist es wichtig ein gemeinsames Archiv in digitaler Form zu haben, wenn die Vorstände nicht an einem Ort wohnen und sich "mal eben schnell" zusammensetzen können.

Roland Schulz: Durchhalten
Bild: C.G.

Die Dropbox ist für große Datenmengen bedingt geeignet

Die Dropbox ist immer noch die bekannteste Form der Cloud  und ziemlich weit verbreitet. Der Nachteil, die für den Einzelnen zugänglichen Datenmengen sind begrenzt. Genau darunter hat die Vorstandsarbeit bislang gelitten. Die größte Dropbox hatte bislang Claudia Grötzebach, die einen großen Teil der T.O.C.-Dokumente digitalisierte und in die Dropbox hochlud. Die anderen Vorstände hatten keine Dropbox dieser Größe zur Verfügung und konnten die meisten Dokumente daher gar nicht einsehen.
Das hat sich jetzt geändert und Roland Schulz konnte zum ersten Mal Einblick in die vorliegenden Dateien nehmen. 

Vieles klingt "leicht und schnell", doch in der Umsetzung ergeben sich die Haken und Ösen

1. Computer für die Cloud, 2. Computer für Anleitung + Hilfe,
3. Computer für einen Textzugang. Bild: C.G.
Der Großteil des Tages war dann der Einrichtung der persönlichen Cloud gewidmet. Die Zutaten dafür:

- 1 Festplatte
- 1 Internetrouter
- 1 Dropbox
- 1 Notizbuch
- 2 Köpfe
- 3 Computer
Die Festplatte wurde installiert, die Software auf den Computeren eingerichtet und die Zugänge für die Vorstände angelegt. Schon damit waren zwei Köpfe fast vier Stunden beschäftigt. Erst danach begann das Überspielen der Daten aus der Dropbox auf das T.O.C. e.V.-NAS. Das Herunterladen auf einen USB-Stick ging schnell, aber hochladen auf die neue Cloud - das entpuppt sich als zeitraubend und ist (man glaubt es kaum) nur Dokument für Dokument, Datei für Datei möglich.

Erste Pause nach gut drei Stunden Cloud-Einrichtung

In der ersten Pause nach gut drei Stunden wird der Kopf freigepustet. Eigentlich wollten wir ja noch über andere Themen sprechen:
  • Die Projekte des Jahres
    (Mitgliederdaten/-profile aktualisieren, Webseite hochladen, Veranstaltungen ermöglichen, T.O.C. e.V. präsentieren, Berufsbilder und Qualitätsstandards verhandeln....)
  • Das Neujahresschreiben
  • Die Webseitentexte
  • Ein wenig Jammern
    (Warum hat uns keiner lieb? Warum unterstützt uns keiner?)
Dabei ist die Einrichtung noch nicht abgeschlossen. Bei einigem müssen wir noch weiter experimentieren, weil es nicht funktioniert hat, bei anderem wissen wir noch nicht, wie es funktioniert.

Die Bilanz des Tages

Am Ende haben wir gut acht Stunden geschafft mit nur einer Pause und haben den digitalen Umzug noch lange nicht abgeschlossen, die angepeilten Texte nicht geschafft. Das muss also nachgearbeitet werden.
Wundern Sie sich immer noch, warum so viel so lange braucht?

Übrigens: Roland Schulz hat seither jeden Abend Dateien hochgeladen ;-)

Autor: C.G.

Sonntag, 17. November 2019

"Spiegelschimmernd, intensiv, farbig, herzlich und mit klaren Punkten

Mitgliederversammlung des T.O.C. e.V. 2019, Bild: C.G.
In der Trainerakademie MSP grüßt
sogar der Boden herzlich. Bild: C.G.
so beschreibt sich die Mitgliederversammlung (MV) des T.O.C. e.V. am 26. Oktober 2019 in Meerbusch-Osterrath.

Eine Idylle der Herzlichkeit neben Pferdekoppeln

In dem idyllischen Ambiente der Räume der MSP-Trainerakademie von Dr. Marlis Speis begann die MV um 10:15 mit acht Personen und wuchs dann nach und nach an.

Pausenambiente. Bild: C.G.
Eine überschaubare Tagesordnung

Mit rund acht Punkten war die Tagesordnung dieses Mal überschaubar und vor allem von den Projekten für die Zukunft geprägt. Transparenz schaffte die Vorlage einer Geschäftsordnung, mit der der Vorstand Regeln für die eigene Arbeit aufstellt.


Zurück zur Herzlichkeit der KAL-Jahre und mehr Transparenz
Pausengespräche. Bild: C.G.

Im vergangenen Jahr beobachteten Roland Schulz, Inge Osthoff und Claudia Grötzebach die eigene Arbeitsweise innerhalb des Vorstandes und gaben sich eine realistische, die eigene Arbeitspraxis beschreibende Geschäftsordnung. Die dreiseitige Arbeitsordnung stellte Claudia Grötzebach am letzten Oktobersamstag vor. Interessierte können sie hier nachlesen. Damit soll die Arbeitsweise des Vorstandes für alle Mitglieder nachvollziehbar werden. und zugleich eine Prüfung ermöglichen. Wurde vielleicht noch etwas Wichtiges Vergessen?
Jetzt ist der Weg frei für  den Vorstand, um jedes Mitglied kennen zu lernen.

Das Fundament des T.O.C. e.V.:
persönlicher Kontakt, ein herzliches Miteinander und solide Fortbildungen 

Hannelore Ruppert und Gerd Mewes.
Bild: C.G.
Wie wichtig gerade der persönliche Kontakt ist, wurde im Gespräch mit den langjährigen Mitgliedern deutlich. Hannelore Ruppert erinnerte daran, daß es insbesondere die persönlichen Treffen mit den dabei vermittelten Trainer- und Beraterhilfen für sie als Quereinsteigerin wichtig war. Hauptberuflich im Gesundheitswesen tätig habe die lehrende und vermittelnde Tätigkeit nur einen Teil ihrer Arbeit ausgemacht. Daher sei der T.O.C. e.V. (vormals KAL e.V. - Kommunikation und Aktives Lernen) als Impulsgeber und Fortbildungsanbieter für sie so wichtig gewesen. Hier habe sie sich einen großen Teil ihres Know Hows abholen können, um auch in in lehrender Funktion besser und besser werden zu können. Deswegen sei die Frage von Zugangsbeschränkungen in der Mitgliedschaft aus ihrer Sicht ausgesprochen wichtig und sensibel.

Persönliche Treffen als echte Herausforderung
Die Gastgeberinnen: Dr. Marlis Speis
und Désirée Friedrich-Hoff. Bild: C.G.

Genau dahin will der T.O.C. e.V. wieder zurück. Keine einfache Aufgabe, denn die Mitglieder sind bundesweit ansässig und müssten für persönliche Treffen weite Wege zurück legen. Es wird wohl einen Versuch wert sein, hier stärker online zu arbeiten.

Öffentlich wieder sichtbar werden

Details in der Trainerakademie
MSP. Bild: C.G.
Ein weiterer Schwerpunkt des Tages: "Wie will der T.O.C. e.V. künftig auf sich aufmerksam machen?
Welche Projekte sind angedacht und sollen mit den Mitgliedern diskutiert werden?"
Claudia Grötzebach stellte die Überlegungen des Vorstandes zur Öffentlichkeitsarbeit des T.O.C. e.V. vor.
Als zentrales Präsentationsmittel soll künftig die neugefasste Webpräsenz auf WordPressbasis dienen. Sie wird die Rolle diesen Interimsblogs übernehmen erweitet um die Möglichkeiten, die WordPress bietet.

In die Rolle als Berufsverband hineinwachsen:
informieren, orientieren, Interessen vertreten

Dr. Inge Osthoff. Bild: C.G.
Inge Osthoff präsentierte ihre Überlegungen für die Entwicklung von Berufsbildern, mit denen der T.O.C. e.V. anfangen will, sich sichtbar als Berufsverband zu präsentieren.
An dieser Stelle wurde die Diskussion besonders intensiv und die Anwesenden stellten sich auch die Frage: "Wie wollen wir als T.O.C. e.V. mit Zugangsvoraussetzungen umgehen?" Eine wichtige Standortbestimmung nicht nur aus der Sicht des Vorstandes, sondern auch aus der Sicht der anwesenden Mitglieder. Gerade die Einblicke von Hannelore Ruppert stimmten die Mitglieder und Vorstände nachdenklich, die erst später Mitglied des T.O.C. e.V. wurden. Gleichzeitig spielen die Veränderungen in den Generationen und ihrem Verhalten und ihren Ansprüchen eine wichtige Rolle. Sind das noch die gleichen Verhaltensmuster und Erwartungen, wie vor fünf, zehn oder zwanzig Jahren? Wie sieht sich der T.O.C. e.V. aus der Sicht von heute selbst? Es wurde deutlich, wie wichtig eine Diskussion innerhalb der Mitglieder zu diesem Thema ist.

Ehrenmitgliedschaft für Gerd Mewes

Roland Schulz und Gerd Mewes. Bild: C.G.
Endlich, endlich konnte der T.O.C. e.V. auch seinem Mitglied Gerd Mewes die offizielle Urkunde zur Ernennung als Ehrenmitglied überreichen.
Damit sprach der Berufsverband Mewes seinen Dank für seinen Einsatz für den T.O.C. e.V. in der Vergangenheit aus.
Immer wieder hatte er sich - auch wenn es schwierig war - ehrenamtlich da engagiert, wo es an Ehrenamtlern mangelte und übernahm auch ungeliebte Positionen wie den des Kassenprüfers. Das sei einen offiziellen Dank Wert, fand der T.O.C. e.V..

Jos Donners in einem ruhigen Moment. Bild: C.G.
Jos Donners als besonderes Highlight

Locker, humorvoll, unter reichlichem gemeinsamen Lachen präsentierte Jos Donners den Anwesenden das Konzept der Kernquadrate. Das hierzulande wenig bekannte Konzept begeisterte durch seine einfache, aber ganz und gar nicht schlichte Logik. In den Niederlanden schon in den Schulen, auch den Grundschulen angewandt, fristet es in Deutschland ein Schattendasein. Nach der Fortbildung konnte das kein Anwesender verstehen.
Das dürfte sich künftig ändern, so wie die Informationen nachgefragt wurden, die Jos Donners anbot.


Montag, 23. September 2019

Mitgliederversammlung am 26. Oktober 2019

Bild: Claudia Grötzebach

Die Einladungen zur Mitgliederversammlungen sind verschickt

In der vergangenen Woche hat der T.O.C. e.V. zu seiner jährlichen Mitgliederversammlung eingeladen für Samstag, 26. Oktober, in Meerbusch.

Zu Gast bei Dr. h.c. Marlis Speis

von links: Marlis Speis, Roland Schulz, Inge Osthoff, Claudia Grötzebach
Bild: C.G.

Wie schon in den vergangenen Jahren treffen sich die Mitglieder des T.O.C. e.V. wieder ab 09:30 im überregional bekannten Institut von Dr. h.c. Marlis Speis in Meerbusch, einem langjährigen Mitglied des T.O.C. e.V.:

MSP Trainerakademie 

staatlich anerkanntes, zertifiziertes Weiterbildungsinstitut § 10 AWBG für Stress-Burnout-Forschung.
Träger nach dem Recht der Arbeitsförderung BRD mit Akkreditierungs-Zulassungsverordnung AZAV
Schweinheimer Weg 4a
40670 Meerbusch-Osterrath

Neben besonders zukunftsweisenden Projekten wird ein Highlight die Fortbildung ab 13:00 mit Jos Donners sein.

Kernquadrate/Kernqualitäten
ich mir die
Äpfel auf einem Bau
m
genauer
anschaue
,
dann stelle ich fest, wie
sich
jede
r
einzelne Apfel
von den anderen Äpfeln u
nterscheidet. So
ist es a
uch bei den
Mensch
en. Jeder von u
ns ist einzigartig mit seinen Kernq
ualitäten
der
eine ist sorgfäl
tig,
der ander
e ist kreativ und ein dritter ist sehr kommunik
ativ.
Das Modell:
Kernquadrate
/ Ker
n
qualitäten
Wenn
ich mir die
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uch bei den
Mensch
en. Jeder von u
ns ist einzigartig mit seinen Kernq
ualitäten
der
eine ist sorgfäl
tig,
der ander
e ist kreativ und ein dritter ist sehr kommunik
ativ.
Das Modell:
Wenn ich mir die Äpfel auf einem Baum genauer anschaue,
dann stelle ich fest, wie sich jeder einzelne Apfel von den anderen Äpfeln unterscheidet. So ist es auch bei den Menschen.
Jeder von uns ist einzigartig mit seinen Kernqualitäten - der eine ist sorgfältig, der andere ist kreativ und ein dritter ist sehr kommunikativ.
Das Modell:

Das Beispiel zum Modell:


(Bilder: Jos Donners/Inge Osthoff)

Aber - wie im richtigen Leben - gibt es Fallen, Herausforderungen und Allergien.

Hier findet Ihr weitere Infos:
https://management-akademie-nrw.de/kernqualitaeten-und-das-kernquadrat/

Unterlagen zum Download

Bitte melden Sie sich an: Anmeldeformular.

Mitglieder, die verhindert sind, können ihre Stimme auf ein anwesendes Mitglied übertragen. Sie finden hier das Formular zur Stimmrechtsübertragung.

Autor: C.G.


Donnerstag, 19. September 2019

Der Vorstand tagt wieder im Januar

Die Anfahrt zur halbjährlichen Vorstandsklausur im Juli 2019, Bild: Claudia Grötzebach
Zwei Mal jährlich setzt sich der Vorstand des T.O.C. e.V. zusammen, um strategische Entscheidungen zu treffen und all jene Verbandsangelegenheiten zu bearbeiten, für die es einen gemeinsamen Blick auf die Dinge braucht.
Wer Interesse an einem Mitwirken hat, kann sich den Termin jetzt schon vormerken:
05. Januar 2020 ab 10:00 im Westerwald.
Melden Sie sich kurz für alles Weitere an den Vorstand: Vorstand(at)trainerverband.de

Dienstag, 17. September 2019

Das Online Coaching Praxis Buch


Bild: eMentor/Anton Korduan

Wertschätzung auf den zweiten Blick


Dieses Buch habe ich zwei Mal begonnen und erst beim zweiten Lesen schätzen gelernt. Der erste Eindruck war: Irritation. Das liegt an einer eigenwilligen Haltung des Autoren und dem Einstieg, den er wählte.

Diese Besonderheit spiegelt sich im Format des Buches: Es fällt aus dem Rahmen. Hochformatig, zwischen A5 und A4, Hardcover und gewichtig, ist es kein Buch, das man mal ebenso mitnimmt. - Und ehrlich: Ich hätte mir weniger Gewicht gewünscht.

Der Ratgeber für den schlanken Einstieg ins online-Geschäft mit Werbeeinblendungen


Dieses Buch ist ein Ratgeber für T.O.C.s (Trainer OrganisationsBerater Coaches), die online gehen wollen.
Etwas präziser - ist es im Kern ein Ratgeber für den leichten Einstieg in online-Bildungsangebote mit Werbeeinblendunen. Der Autor rutscht ab und zu zwischen zwei Rollen hin und her, darunter leidet das Buch hier und da.

Wer wird von der Lektüre profitieren?


Doch vielleicht sollte ich anders anfangen: Überlegen Sie, ob Sie Ihr Wissen online anbieten wollen, ohne gleich in eine Webinarqualifikation oder gar in eine Weiterbildung zum Blended Learning Trainer/Moderator investieren zu wollen? - Dann tun Sie mit diesem Buch einen guten Griff.

Es geht implizit um ein spezielles Angebotsformat


Anton Korduan ist Coach und - ganz wesentlich - Softwareentwickler. Usprünglich, so die eigene Aussage, suchte er "nur" eine Lösung für seinen speziellen Ansatz eines online-Angebotes.
Ich würde dieses Angebot als Fernlehrgang - auf dem technisch aktuellen Stand - mit individueller Online-Betreuung definieren. Es geht also nicht (!) primär um Webinar-Angebote oder gar Blended Learning. Das sollten Sie vorab wissen.
Und damit spreche ich keine Wertung aus. Jeder der sich professionell mit Lehren und Lernen, ihren wissenschaftlichen und lernökonomischen Grundlagen beschäftigt, weiß: Das aufwendigste ist nicht immer das sinnvollste oder beste...

Daher: Finden Sie dieses Modell sympatisch, dann erhalten Sie hier eine wirklich leicht lesbare und praktische Anleitung, wie Sie zu einem solchen Angebot kommen. 

Aufbau mit ein paar Stolpersteinen


Doch warum habe ich dann gleich zwei Mal angefangen? - Das Buch gliedert sich in drei Teile. 

Der erste Abschnitt widmet sich der Einstellung und Haltung des T.O.C.s. Das war für mich irritierend, insbesondere da mir zunächst nicht klar wurde, worauf Korduan hinaus wollte. Mitte/Ende des ersten Kapitels wurde mir das dann beim zweiten Versuch klar und damit konnte ich mich mit diesem Teil auch anfreunden. Die Frage nach der Haltung stellt sich aus meiner Sicht für jeden Weiterbildner.

Der zweite Teil diskutiert den Vorteil bzw. Nutzen von online-Angeboten im Allgemeinen und verschiedenen Varianten im Besonderen. Hier beginnt aber auch schon der Einstieg in die Praxis mit ersten Übungen.

Und schließlich präsentiert Korduan im dritten Teil einen Handlungsplan nicht nur zur Erstellung, sondern auch zur Vermarktung Ihres Angebotes.

Vermutlich werden die Meisten überwiegend von Teil zwei und Teil drei profitieren.

Wie hat er es gemacht? Top oder Flop?


Design und Inhalt sind sozusagen das Werkstück für sein Vorgehen. Wenn er zum Beispiel in seinem Buch schreibt, daß Sie auf ein gutes, leicht lesbares Design achten sollten, dann zeigt er Ihnen, mit diesem Buch, was er damit meint. 

Während wir in vielen Bereich z.B. durch PowerPoint an Querformate gewöhnt sind, wählt Korduan hier ein extremes Hochformat. Eine klassische Serifenschrift und viele Leerzeilen. Was ich anfangs eher als Versuch betrachtete, Seiten zu schinden, macht Sinn, wenn leser davon ausgeht, daß das Buch zeigt, wie leser es in der Praxis machen sollen. 

Leicht lesbar, praktisch, praxisnah


Der Stil ist gut lesbar und eingängig, der Inhalt und die Tipps praktisch und praxisnah und es drängte sich mir ein Adjektiv auf: fürsorglich. 

Fürsorglichkeit kennt man sonst nicht


Das habe ich so bislang nur ein, zwei Mal erlebt. Korduan vermittelt den Eindruck, daß er sich wünscht, daß Sie mit Ihrem Online-Produkt Erfolg haben. Das finde ich gelungen. 

Nicht ganz so...


Weniger Nutzen zog ich aus dem Gastartikel. Doch hat mich das letztlich nicht gestört.

Irritierender waren für mich die Werbeeinblendungen für das Software-Angebot des Autors. Da hätte ich mir ab und zu ein wenig mehr Abstand oder Rollenklarheit gewünscht. 

Fazit


Mein Fazit: Wenn Sie nicht zum Online-Experten werden wollen, sondern eine schlanke Lösung anbieten, dann greifen Sie zu. Sie bekommen insbesondere mit Teil II und Teil III eine gute, praxisorientierte Anleitung, um ein Online-Angebot zu erstellen und erfolgreich zu implementieren. - Und ehrlich gesagt, bin ich neugierig geworden auf seine Softwarelösung ;-)


Der Verlag hat diesen Buchtipp gesponsert durch ein Freiexemplar.


Bild: eMentor-Verlag/Anton Korduan

Anton Korduan: Das Online-Coaching Praxisbuch:
Wie Sie Ihre Wirksamkeit vervielfachen, mehr Kunden erreichen und mehr Umsatz erzeugen.
332 Seiten
eMentor Edition. Auflage: 1, 1. Oktober 2018
ISBN-10: 3746955467

ISBN-13: 978-3746955469
Euro: 39,99

Montag, 16. September 2019

Clark/Osterwalder/Pigneur: Business Model You

Bild: Claudia Grötzebach

Businessplan war gestern?

Früher war Businessplan, heute Business Model Canvas (BMC). Dabei: ein Business Model Canvas  ersetzt keinen Businessplan, er hilft, diesen vorzubereiten. 
Mit Hilfe des BMC können Sie mit überschaubarem Aufwand prüfen, ob Ihre Geschäftsidee Sinn macht.

Viele Einführungen in den BMC sind optimierbar

Viele Erläuterungen, wie der Business Model Canvas funktioniert, sind nicht wirklich eingängig. Das fängt mit schlechten Übersetzungen an. Und gerade aus diesem Grund, macht es Sinn, sich mit diesem Buch zu beschäftigen. Es erläutert den BMC herunter gebrochen auf das persönliche Geschäftsmodell: die Ich-AG.  

Das Buch fällt aus dem Rahmen

Schon optisch fällt der Ratgeber auf: Querformat, irgendetwas zwischen A5 und A4. Das Cover farbig bebildert, der Titel teils geschrieben, teils skizziert. Irgendwie witzig. Das Konzept zieht sich durch die 255 Seiten.

Gut erklärt, leicht lesbar, motivierend

Die Methode des Business Model Cancas fand ich gut erklärt, das Buch leicht lesbar und motivierend. Die Umsetzung wird dem Leser wirklich nahe gebracht. Es ist also keine schlechte Idee, sich mit dem Arbeitsmaterial zu versorgen: Stifte und Haftnotizen, ggf. einem großen Zeichenblock.
Fallbeispiele „veranschaulichen“ die Teilschritte und zeigen auf, wie der Business Model Canvas angewandt auf ein ganz persönliches Projekt funktioniert hat und welchen Effekt bzw. welche Erkenntnisse er bei der anwendenden Person erzielt hat.

Der Canvas und seine Anwendung in fünf Schritten

Das Buch gliedert sich in fünf Abschnitte. Im ersten Abschnitt wird der Canvas an sich erläutert. In den vier weiteren Gliederungspunkten liegt der Schwerpunkt auf einzelnen Punkten des Canvas. Je nach Bedarf werden ergänzende Techniken vorgestellt und ihr Zweck erläutert. Damit schleicht sich langsam der Gedanke ein, wie vielseitig die Methoden angewandt werden kann, wie „unaufwendig“ der Leser sie handhaben kann, um „immer mal wieder auf die Schnelle“ Teilaspekte zu bearbeiten. Der Canvas kann als umfassendes intensives Projekt gehandhabt werden, muss es aber nicht.

Leichte Schwächen, vor allem in der zweiten Hälfte

Der Nachteil der 255 Seiten: Teils ist es etwas ausführlich und im zweiten Teil schwächelt es etwas. Die Beispiele passen nach meiner Ansicht nicht immer. Manchmal habe ich mich gefragt: „Das soll dieses Beispiel erläutern? – Aha.“ Die Aufgaben erscheinen mir hier auch nicht mehr so passgenau. Parallel dazu habe ich da angefangen, manches zu überlesen.

Eine Empfehlung für den Weg zu Ihrem Projekt


Kurz und gut: es ist ein hilfreicher Leitfaden für den BMC auch oder gerade bei nicht-ökonomischen Projekten wie: Bester Vater/Mutter…. Auch wenn Sie Teilaspekte Ihres Lebens neu denken wollen, kann das Durchspielen des Business Model Canvas/You helfen. Genau das zeigt das Buch. Wollen Sie sich klar werden: Wo will ich hin? Was will ich? Ist das tragfähig? Was muss ich dafür tun? – Dann greifen Sie ruhig zu. Sie erhalten ein Buch, das ermöglicht, ermutigt und Sinn stiften hilft, leicht lesbar und leicht umsetzbar. Sie werden viel über sich selbst lernen, neue Perspektiven und Fragen entdecken können und auch den eigenen Wert besser einschätzen. 

Diese Rezension wurde vom Verlag durch ein Freiexemplar unterstützt.

Tim Clark, Alexander Osterwalder, Yves Pigneur:
Business Model You. Dein Leben. Deine Karriere. Dein Spiel.
Taschenbuch: 264 Seiten
Campus Verlags GmbH 2012
ISBN-13: 978-593-39725-2
Euro 27,95 


Freitag, 13. September 2019

"Wie mache ich mein Geschäftsmodell für den Bildungsexport fit?"

Gunnar Kaßberg mit der Auftaktfolie; Bild: CG
Diese Frage stellten sich zwölf Teilnehmer bei dem iMove-Workshop am 09./10. September 2019 in Bonn.

T.O.C. e.V. schätzt internationale und interkulturelle Bildungsarbeit hoch ein

Idylle im Innenhof de BiBB
Bild: CG

Mit dabei Claudia Grötzebach, Vorstandsmitglied des Berufsverbandes T.O.C. e.V..
Sie informierte  sich  stellvertretend für die bereits international tätigen und international interessierten Kollegen. Die Absicht: Sie will die gewonnen Erkenntnisse an die Mitglieder des Berufsverbandes weitergeben.




Konzentration bei Herbert Schläger und Uwe Meyer
Bild: CG

Hoch qualifizierte und erfahrene Teilnehmer


Fast jeder der Anwesenden Bildungsanbieter hatte bereits mehr oder minder intensive Erfahrungen auf dem internationalen Parkett und im Bildungsexport. Einige der Anwesenden haben an die 30 Jahre Erfahrung in der Bildungsarbeit.


Trends und Rahmenbedingungen ändern sich schnell


Doch bewußt war den Teilnehmern auch, dass sich die Bedingungen auf internationalen Märkten schnell ändern und ein gut zugeschnittenes und angepasstes Geschäftsmodell Fehlinvestitionen vermeiden hilft.

Carina  Adam in einer frühen Arbeitsphase
Bild: CG

Business Modell Canvas als flexibles, strukturiertes und schnelles Planungstool


Worauf die Interessenten dabei zu achten hatten, erläuterte Gunnar Kaßberg, Mitarbeiter des internationalen SEPT Programmes der Universität Leipzig.

In dem SEPT-Studiengang ( Small Enterprise Promotion and Training) werden vor allem ausländische Studenten für das Management von kleinen und mittleren Unternehmen fit gemacht. Weitere Informationen über den praxisorientierten Masterstudiengang finden Sie hier.


Der Exportleitfaden von iMove
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Einführung in den Exportleitfaden von iMove


Kern des zweitätigen Workshops war die Einführung in den iMove-Exportleitfaden.
Mit dieser Veröffentlichung unterstützt die Bundesinitiative iMove hiesige Bildungsanbieter dabei, ihre Berufsbildungsangebote ins nichteuropäische Ausland zu exportieren.
Neben dem Exportleitfaden bietet iMove weitere Informationen und eine Fülle von Veranstaltungen an.
Hilfreich ist das nicht nur für Einsteiger, auch bereits international tätige Anbieter können sich über Trends, Änderungen und aktuelle Gegebenheiten informieren.


Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) bietet reichlich Unterstützung

Gunnar Kaßberg im Gespräch mit Teilnehmern
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Damit reagierte das BiBB auf Probleme, auf die so mancher Bildungsanbieter stößt, wenn er in einem nichteuropäischen Markt aktiv wird. Zwei besondere Schwierigkeiten dabei: Ein tragfähiges Geschäftsmodell zu entwickeln einerseits, aber auch die Besonderheiten des ausländischen Marktes identifizieren und recherchieren andererseits.

Gerade vor diesem Hintergrund entfaltete der Workshop unter Leitung von Gunnar Kaßberg, einem der Autoren des iMove-Exportleitfadens seine Wirkung.


Sammlung der Autorin
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Eigene Ideen und Projekte wurden bearbeitet


Auf der Basis des Business Model Canvas bearbeiteten die Teilnehmer eigene Projektideen.
Aus Überlegungen entstanden in kurzen Einzelarbeitsphasen die Grundzüge einer Geschäftsidee, die dann in die  Diskussion gingen.

Das Spektrum der bearbeiteten Ideen war breit. Es reichte von der Gedankenspielerei, über Platzhalter bis zur konkreten  Geschäftsidee.

Nach der Einzelarbeit, dann intensive Partnerdiskussionen


Die Zwischenergebnisse diskutierten die Teilnehmer in Partnergesprächen und ergänzten so bislang unberücksichtigte Aspekte oder Details oder vertieften zu allgemein geratene Begriffe.


Präsentation von Arbeitsergebnissen
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Die Plenumsdiskussionen brachten oft spannende länderspezifische Informationen


Präsentationen im Plenum und Rückmeldungen durch den Referenten schufen dann den Sprung in die Internationalisierung.



Herbert Schläger von F+U gGmbH
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Die hohe Expertise der Teilnehmer blitzt in den Präsentationen und Diskussionen auf


Die Präsentation vorhandener Kenntnisse, aber auch die Rückmeldungen der bereits erfahrenen Teilnehmer gaben Einblicke nicht nur in landesspezifische Gegebenheiten, sondern auch in grundsätzliche Einflussfaktoren auf einem ausländischen Markt.




Auch iMove gewinnt


Dr. Andreas Werner begleitete
den Workshop persönlich
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Bei diesen Veranstaltungen gewinnt auch iMove.
Die erfahrenen Teilnehmer investieren - neben dem Referenten und den Mitarbeitern des BiBB - ihre Expertise und informieren über ihre aktuellen Erfahrungen.

Sie können aber auch den Wandel auf den Märkten, auf denen sie aktiv sind, präzise einschätzen. Das kann helfen, künftige Entwicklungen zu identifizieren.

Jene Teilnehmer, die noch eher frisch im internationalen Bildungsgeschäft sind, machen den Anwesenden Zugangs- und Informationsprobleme bewußt.

In der Summe kann das BiBB durch die gewonnen Erkenntnisse nicht nur Kontakte knüpfen, sondern auch wertvolle Informationen gwinnen, um die eigenen Angebote laufend zu aktualisieren und zu optimieren.
Anke Köller war auch für die
Bilddokumentation zuständig
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Und schließlich gibt es Raum, sich zu informieren,  ob und in welcher Form andere Formate den Bildungsexporteuren Nutzen stiften konnten.

Konkret wurden in diesem Workshop die Kontaktanbahnungsreisen des BiBB genannt, die im Rahmen der  Bildungsinitiative statt finden.Sie würden wirklich Türen öffnen, so eine Teilnehmerin. Durchgehen müsse man aber schon selbst.

So wurde die Veranstaltung auch von zwei Mitarbeitern des BiBB betreut, Anke Köller und Dr.  Andreas Werner, dem zuständigen Abteilungsleiter.

Zwei kritische Punkte 


Die einzigen Kritikpunkte der Teilnehmer: Zu wenig Pausen und damit zu wenig Austausch unter den Teilnehmern.

iMove ist ein bewährtes Format

Roll-up der Bildungs-
initiative iMove
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2001 rief das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Initiative iMove (International Marketing of Vocational Education) ins Leben. Mit dieser Initiative sollte das wachsende internationale Interesse an deutschen Aus- und Weiterbildungsleistungen unterstützt werden. Wichtiges Instrument dabei: eine Netzwerkplattform, die das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) etablierte.

iMove fördert die Zusammenarbeit im ausland tätiger Institutionen und unterstützt interessierte Bildungsanbieter dabei, Akteure und Auftraggeber im Ausland zu finden und mit ihnen Kontakte zu knüpfen.

Ein wichtiges Informationsmittel dabei: das iMove-Internetportal. Deutsche Anbieter informiert es über Relevantes zum Bildungsexport  und alle Serviceleistungen von iMOVE. Internationale Interessenten informiert das Portal in sechs Sprachen über "Training – Made in Germany".