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Samstag, 26. Mai 2018

Digitale Transformation im Unternehmen gestalten (Buchtipp)

Hanser hat ein deutlich umfangreicheres Buch zum Thema vorgelegt, als das zuvor vorgestellte. Knapp dreihundert Seiten, kaum Rand, eng gedruckt. Hier erhält der Leser geballte Information und ein tolles Extra: er kann sich das eBook gratis herunterladen. Wunderbar für den, der häufig unterwegs ist und sich nicht mit dem kleinen Schwergewicht belasten will.
Doch tatsächlich ersetzen sich die beiden Publikationen nicht, sondern sie ergänzen sich, was ein Blick auf die Titel dann auch verdeutlicht. Gassmann und Sutter wollen dem Leser helfen, die digitale Transformation in einem Unternehmen zu gestalten. Sie bemühen sich, die Transformation auf verschiedene Bereiche herunter zu brechen und bieten in einem zweiten Teil Praxisbeispiele. Deutlich spröder und anstrengender geschrieben, liefern sie ähnliche Beispiele und auch Themen, wie die Vahlen Publikation. Ein Leser erlebt also manches Mal ein Deja vue. Eine Vielzahl von Checklisten und Beispielen, die Betrachtung verschiedener Bereiche und Einsatzfelder suggerieren eine Praxisnähe, die aber nicht wirklich zünden kann. Ich hoffe, ich bin nicht ungerecht, aber: Was fehlt ist ein echter roter Faden, der sich entwickelt. Die Autoren huschen leider ein wenig durch die ausgebreiteten Einsatzfelder und Aspekte der Digitalisierung. Und hier zeigt sich die Schwäche eines in der Idee guten Buches. Es scheint mir nicht wirklich zu Ende gedacht und damit konsequent durchstrukturiert. Zu oft ersetzt Fülle und Vielzahl die zündende Auseinandersetzung, die den Leser inspiriert. Darüber hinaus bleibt es viel stärker bei dem Thema der evolutionären Transformation „stecken“. Damit blendet es einen aus meiner Sicht extrem wichtigen Aspekt der digitalen Transformation aus: die Disruption.
Gelungen sind die praktischen Ansätze durch Checklisten und das Beschreiben von transformatorischen Prozessen. Hier lassen sich interessante Hilfen und Muster für gelingende Prozesse finden. Lesenswert ist es als Ergänzung also durchaus, meine erste Wahl ist es aber leider nicht geworden.

Oliver Gassmann (Autor), Philipp Sutter (Autor): Digitale Transformation im Unternehmen gestalten: Geschäftsmodelle Erfolgsfaktoren Fallstudien Handlungsanweisungen. 296 Seiten. Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG. ISBN-10: 3446446788, ISBN-13: 978-3446446786. 30,-- Euro.

Autor: Claudia Grötzebach

Dieser Artikel wurde erstmals in den "Ansichten" des T.O.C. e.V. im Septembe 2017 veröffentlicht.

Mittwoch, 4. April 2018

Filme planen, aufnehmen, bearbeiten und präsentieren (Buchtipp)

Digital filmen: Das umfassende Handbuch von Jörg Jovy

Von einem Praktiker für die Praxis. Kein Lehrbuch, sondern ein Nachschlagewerk in dem fast alles berücksichtigt ist...
Absolut verständliche Tipps, gute, leichte Sprache und dann auch noch Wortwitz...

Ein Schwergewicht

Das dritte Buch zu unserem Schwerpunktthema „Video-Marketing und Videos für T.O.Cs“ war die Publikation von Jörg Jovy. Dieses Buch ist ein echtes Schwergewicht mit rund sechhundert Seiten und knapp zwei Kilo Gewicht (ich habe es nachgewogen).

Alpha und Omega mit Plus

In vier Teilen und 24 Kapiteln vermittelt Jovy den gesamten Produktionsprozess rund ums Video inklusive der Archivierung und das sogar noch in Farbe. Ein wirklich ausführliches Glossar und eine Stichwortliste schließen das Handuch ab mit einem besonderen Angebot auf der letzten Seite: Für einen Aufpreis von nur 5 Euro ist zusätzlich das eBook erhältlich.

Der Inhalt - einfach angenehm

Zum Inhalt: Der Untertitel „Handbuch“ trifft es sehr genau. Das Rheinwerk-Produkt ist ein Lehr- und Nachschlagewerk für Einsteiger und Praktizierende mit Vorkenntnissen. Wer will, kann ganz traditionell ein Kapitel nach dem anderen lesen oder aber das Handbuch als Nachschlagewerk nutzen.
Reich bebildert, informiert der Autor in leichter, aktivierender und sehr praktischer Sprache über Ausrüstung, Grundlagen, Gestaltungsgesetze... , spricht aber auch Fragen der inneren Einstellung und Haltung an. Farbphotos, Abbildungen, Übersichten, Tabellen und kurzgefasste Zusammenfassungen oder Ergänzungen unterstützen den Text und machen die Erläuterungen auch für Einsteiger leicht nachvollziehbar. Er erklärt nicht nur, sondern zeigt, wovon er reden. Das ist sehr nützlich, vor allem, wenn man z.B. ein beschriebenes Objekt nicht gleich vor Augen hat. Das macht es für Einsteiger sehr angenehm mit dem Buch zu arbeiten.

Zusätzlich gibt es auf der Seite des Rheinwerk-Verlages Material zum Einsehen beziehungsweise Downloaden. Das führt das Thema geradezu vor Augen.

Auf den Punkt gebracht

Wirklich gelungen fand ich Jovys Fähigkeit, einen Aspekt immer wieder „auf den Punkt“ zu bringen, z.B. auf Seite 27 die Unterscheidung von Film/Szene und Einstellung. Das ist nicht nur pfiffig, sondern hochinformativ, da die Begriffe nicht nur erläutert und im Produktionsprozess eingeordnet werden, sondern Jovy sie auch noch auf die Tätigkeiten von Autor/Regisseur, Kameramann und Cutter herunterbricht. Darauf muss man erst einmal kommen.

„Das Drama nimmt Gestalt an“

Richtig neidisch macht mich die Fähigkeit zu so wunderbaren Doppeldeutigkeiten. Dieser Titel, zitiert von Seite 363 löst doch ganze Vorstellungwelten aus. Da seht man das Drama, daß sich als Projekt aus dem Nebel herausschält, aber genauso das Drama des Scheiterns, das sich möglicherweise im Laufe der Produktion andeutet. Gemeint ist: Weniger ist mehr! Weniger Bild, weniger Aufzeichnung heißt später weniger Arbeit und weniger "Filmmonster". Was als historische Faustregel begann, weil Zelluloid kostbar war, hilft heute, Filmmonster zu verhindern. Sie entstehen, wenn wir als Produzenten und Cutter uns nicht von den Bildern trennen können. Das Ergebnis: Monster mit Überlänge, Überflutung, Überforderung - für den Zuschauer.

Fast alles berücksichtigt

Mein Fazit: Toll! Fast alles ist berücksichtigt auch das Filmen mit dem Handy, das Arbeiten mit Action-Cams und Drohnen. Und viele Probleme, die beim praktischen Filmen werden in diesem Buch ganz praktisch vorweggenommen.
Jovy wollte ein „Buch für die Praxis“ schreiben. Dies Ziel hat er erreicht. Vielen Dank!

Jörg Jovy: Digital Filmen.
Verlag: Rheinwerk Design; Auflage: 2 (27. März 2017), 623 Seiten
ISBN-10: 3836245132
ISBN-13: 978-3836245135
Euro: 49,90

Autor: Claudia Grötzebach

Videofilm: Konzeption und Produktion (Buchtipp)

Das Lehrbuch

Thomas Petrasch und  Joachim Zinke haben mit diesem Buch ein echtes Lehrbuch vorgelegt. Sehr praktisch und einfallsreich ist der spezielle Einband, man schlägt das Buch auf und es bleibt genau so liegen. Das macht das Arbeiten darin und damit sehr einfach. Das gleiche gilt für das Glossar, das dem Lesen ein schnelles Nachschlagen neuer oder unbekannter Begriffe ermöglicht und ein Stichwortverzeichnis rundet das Buch ab. Außerdem erhalten Sie zwei für eines: Eine kostenlose eBook-Variante ist im Preis inbegriffen. Ein nützliches "Surplus" für unterwegs.

So wird produziert

Aber nun zum Inhalt: „Videofilm“ setzt da an, wo Andreas Graap in Video-Marketing anfing zu schwächeln: Bei der Produktion des Videofilms. In sieben Kapiteln informieren die Autoren über alle Aspekte der Videoproduktion: Der Geschichte, der Konzeption, Beleuchtung, der Filmaufnahme, der Tonaufnahme, Schnitt- und Tonbearbeitung.

klassisch konzipiert - als Lehrbuch

Es ist ein klassisches Lehrbuch, das Studierenden als Begleitbuch zum Studium dienen soll. Und diese Funktion erfüllt es - meiner Meinung nach - auch. Es stimmt mit einem Rückblick auf die Geschichte des Filmes ein und informiert differenziert über die verschiedenen Berufsbilder rund um das bewegte Bild. Spannend die Beschreibungen, wie die Tätigkeiten der verschiedenen Berufstätigen ineinander greifen und wie sich so manches über die historische Entwicklung erklärt.
Vergleichbar ist der Ansatz, wenn es um Qualitätskriterien und Trends im Filmgeschäft geht. Das schafft Verständnis für die beschriebenen Standards und ihre Akzeptanz leichter. Das gilt insbesondere, wenn es um moderne Sehgewohnheiten geht, die teilweise in Kontrast zu den klassischen Standards stehen. Außerdem fallen immer wieder in kleinen Nebensätzen spannende Informationen, z.B. zur Beleuchtung.

Gute Filme brauchen mehr als Ehrgeiz und Mut

Die Expertise ist hoch. Es ist - ein bemerkenswert gutes Fachbuch, das aber auch zeigt, daß es mehr als Ehrgeiz braucht, um gute Filme zu produzieren.
Immer wieder verweisen Petrasch und Zinke auf paktische Beispiele/Filme, um Ihre Ausführungen zu veranschaulichen und schon beim Lesen lief bei mir der eine oder andere innere Film ab. Das animiert zur persönlichen Auseinandersetzung.

Für Einsteiger geeignet?

Aber ist das Buch auch für Einsteiger geeignet? Da habe ich meine Zweifel. Ich bin kein Kenner, habe aber mittlerweile schon einige Kenntnisse rund um die Videoproduktion erwerben können. Doch auch mit diesen Vorkenntnisse bräuchte ich weitere Erläuterungen, wie sie in einem Studium auch geboten würden. Und leiche Kost ist es definitiv nicht, es will erarbeitet werden.

Fazit

Der „Videofilm“ ist ein sehr informatives und fundiertes Buch für Interessierte mit professionellen Ansprüchen und Zeit, es sich zu eigen zu machen.

Thomas Petrasch/Joachim Zinke: Videofilm. Konzeption und Produktion.
Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; Auflage: 2 (16. Februar 2012)
Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
ISBN-10: 3446427570
ISBN-13: 978-3446427570
Euro: 29,90

Autor: Claudia Grötzebach

Marketing - mit Videos (Buchtipp)

Video-Marketing von Andres Graap

Bei diesem Buch handelt es sich - im Vergleich zu den weiteren Rezensionen - fast schon um ein Büchlein mit einem spezifischen Ansatz: Es geht um Video-Marketing, Tipps für Geschäftstätige, die sich auf dem umkämpften Video-Markt durchsetzen wollen, um mehr zu verkaufen oder sich bekannter zu machen. Also ein Buch für Sie und mich, wenn wir überlegen, mit Videos auf uns und unsere Leistungen aufmerksam zu machen.
Formal ist das Buch ein übersichtliches Taschenbuch. DIN-A5-Format, weicher Einband, 213 Seiten. Gut, um es unterwegs zu lesen. Leicht geschrieben ist es auch, kann also eine schöne Lektüre für unterwegs sein.

Angelegt als "Rund-um-glücklich-Paket" und Ermunterung

In acht Kapitel setzt Graap sich mit relevanten Themen rund um das Videomarketing auseinander: Welche Bedeutung haben Videos heutzutage, gesellschaftlich aber auch werbe-/marketingtechnisch? Es folgen Grundsätze für eine sinnvolle und funktionierende Marketingstrategie mit und für Videos - für Kleinunternehmer. Dann stellt Graap eine Vielzahl von Videoformaten vor. Anschließend wechselt der Blickpunkt auf eher produktive Aspekte: Storytelling, die Vorbereitung der Produktion und die Produktion selber bis hin zu Strategien zur Verbreitung Ihrer Werke und abschließend Analysemöglichkeiten, mit denen sich sowohl die Qualität der Videos, als auch der Verbeitungserfolg messen lassen. Angelegt ist es als ein kompaktes Rund-um-glücklich-Paket für den Einsteiger in das Videomarketing. - Hält das Buch, was es verspricht?

Hältst Du, was Du versprichst?

Bedingt. Mit Gewinn habe ich die ersten vier Kapitel gelesen. So manches konnte ich abnicken, solide Tipps übertragen auf den Bereich des Video-Marketings, nachvollziehbar aufbaut, logisch erklärt. Sehr schön die Hinweise zu der Konzentration auf persönliche Nischen und dem Vorgehen, die eigene Nische zu definieren. Dabei lassen sich sogar richtige Highlights entdecken. Sein Beispiel warum Personas den Zielgruppen vorzuziehen sind löste bei mir einen richtigen „Aha“-Effekt aus.

Empfehlenswert sind auch jene Tipps, mit denen sich Aktive selbst verpflichten zu kontinuierlichen Veröffentlichungen. Publizieren ist für die meisten Selbständigen eine essentielle Werbearbeit, die doch als eine der ersten Tätigkeiten unter Stress zurückgestellt wird. Und dann sind die Hinweise lesenswert, die uns Selbständigen helfen, wirklich wirkungsvolles Marketing zu betreiben. Was ist aktionistisch, was sinnvoll?

Absolut nachvollziehbar weist Graap darauf hin, das Videos nur ein Teil einer umfassenderen Marketingstrategie sind, was ich üblicherweise für das Messemarketing gleichermaßen empfehle.

Sehr spannend und inspirierend empfand ich das Kapitel zu 15 Videoformaten. Was alles möglich ist, war ein spontaner Gedanke und schon überlegt ich, was denn zu meinen Aktivitäten passen würde? Wie ließe sich unser Newsletter aufpeppen oder Blog/Xing-Gruppe noch unterstützen?

Dann kommt der Einbruch

Einen Einbruch erlebt das Buch aber mit dem Wechsel hin zu dem Bereich der Produktion, Kapitel fünf und sechs. Das ist wohl nicht Graaps Thema. Wo vorher interessante Standards und Entscheidungshilfen überzeugen konnten, er neue Begriffe auch für den Einsteiger (das ist ja seine Zielgruppe) erklärte, fällt das Buch hier schleichend ab. Begriffe werden eingeführt ohne Übersetzung geschweige denn Erklärung. Wo sich zunächst nur Störgefühle einstellten, konkretisierte sich bei mir das Unbehagen, bis ich immer wieder Fragezeichen am Rand eintrug. Das ändert sich danach nur eingeschränkt. Seine Erläuterungen wirken lieblos, uninspiriert und auch irgendwie unvollständig. Da hat der Lektor leider auch nicht aufgepasst. Erst in den beiden letzten Kapitel findet Graap wieder zu einer etwas besseren Form, erreicht aber nicht mehr die Einstiegsqualität.

Fazit

Wer einen Einstieg in das Videomarketing sucht, hat hier sicher eine gute Hilfe. Da leistet Graap solide Arbeit. Verschmerzen lässt sich durchaus, dass die Kapitel um die Produktion von Videos nicht überzeugen. Dafür habe ich andere Buchtipps für Sie.


Andreas Graap: Video-Marketing. Erfolgreicher Content für YouTube & Co.
Verlag: mitp Verlag
1. Auflage 2015
ISBN-13: 978-3-8266-8211-7
EURO: 24,99Autor: Claudia Grötzebach

Sonntag, 18. März 2018

Torsten Schwarz: Erfolgreiches E-Mail-Marketing. Adressgewinnung, Newsletter-Gestaltung, Software, Monitoring (Buchtipp)

Rezension zum eMail-Marketing

Pressephoto Haufe Verlag
Recherchen führten mich zu Torsten Schwarz. Die Untertitel machten mich neugierig und ich erhoffte mir Hilfen bei der Entscheidung für eine Newsletter-Software und die Auswahl des künftigen Templates, also der Gestaltungsgrundlage für einen Newsletter.

Doch diese Hoffnungen erfüllten sich nicht. Nach rund 70 Seiten Lektüre machte ich mich auf die Suche nach einer anderen Hilfsquelle. Ist das Buch also schlecht? Durchaus nicht, aber für Einsteiger ist es meines Erachtens nicht geeignet.

Im Umfang schlanker ausgelegt mit unter 300 Seiten beschäftigt es sich in drei Teilen und 16 Kapiteln mit der Professionalisierung Ihres eMail-Einsatzes. Es macht aus der eMail-Nutzung tatsächlich ein eMail-Marketing. Auf den ersten Blick wirkt das nicht so. Das Inhaltsverzeichnis suggeriert, eher Basiswissen, z.B. in Kapitel 2 „Einen Adressverteiler aufbauen“. Der Inhalt macht dann den Unterschied.

Ausgehend vom Umfang des Buches und der Breite des Themas kann es nicht als Handbuch gelten, aber es ist eine solide Hilfe ein echtes eMail-Marketing zu praktizieren und es braucht Grundkenntnisse, um die präsentierten Informationen in vollem Umfang zu verstehen und vernünftig nutzen zu können.

Schwarz verweist auf zahlreiche Hindernisse und Barrieren (Dos und Don'ts), die die Lektüre und damit die Wirkung von eMails behindern. Dann zeigt er, wie diese Hindernisse überwunden werden können. So lassen sich die bestehenden Aktivitäten tatsächlich optimieren und sicherlich auch gelungene Kampagnen zuschneiden und entwickeln. Daneben gehören rechtliche Grundlagen und relevante fachliche Basisinfos zu den Inhalten.

Fazit: Das Buch hält aus meiner Sicht, was es verspricht und hat MailChimp gut ergänzt und fortgeführt.

Haufe Lexware Verlag (7. April 2017)
287 Seiten
Euro: 34,99
ISBN-10: 3648095382,
ISBN-13: 978-3648095386
C.G.

Michael Keukert/Tobias Kollewe: MailChimp. Das Praxishandbuch. E-Mail-Marketing für B2B und B2C. (Buchipp)

Rezension zum Thema eMail-Marketing

Bild: Pressephoto mitp-Verlag
Der mitp-Verlag machte mich auf dieses Buch aufmerksam. Ich hätte diesen Titel normalerweise nicht einmal registriert. Es ist ein Handbuch für den Mail-Chimp-Nutzer, aber wir im T.O.C. e.V. z.B. werden mit einer anderen deutschen Plattform für den eMail- Versand arbeiten.

Doch der Tipp war gut und es wäre ausgesprochen schade gewesen, dies Buch nicht zu lesen. - Typisch für die Literatur zum Thema eMail-Marketing ist, dass sie sich vor allem mit strategischen Fragen beschäftigt. Aber das Arbeiten mit einer eMail-Versand-Plattform verlangt – ähnlich wie das Arbeiten mit WordPress – ein paar Grundkenntnisse.
Das Buch MailChimp bietet dem Leser strategische Informationen in einem beschränkteren Umfang, vor allem aber erhält der Leser ganz praktische Hilfen.
Es ist also wirklich ein Handbuch, das sich durchzuarbeiten lohnt, selbst wenn Sie nicht mit dem eMail-Programm „MailChimp“ arbeiten. Es ist damit eine ideale Lektüre für den absoluten Einsteiger in das eMail-Marketing. Damit erspart die Lektüre dem Einsteiger viele Fehler und Peinlichkeiten.
Nicht erwartet hatte ich, dass eine solche Basiseinführung mir den Blick für weitere Nutzungsmöglichkeiten öffnet.
Darüber hinaus hat mich die Lektüre tatsächlich ermuntert, einfach mal anzufangen. Es ist – aus meiner Sicht - gut zu verstehen und leicht anzuwenden. Und auch wer der vorgelegten Reihenfolge nicht folgen will, hat damit keine Probleme.
Fazit: Ein ausgesprochen nützliches Nachschlagewerk für den absoluten Einsteiger in eMail-Nutzung und email-Marketing, aber auch einen erfahreneren Anwender, das sein Geld wert ist.
mitp Verlag
Auflage: 2. Auflage 2017 (31. August 2017)
336 Seiten
Euro: 39,99
ISBN-10: 3958456650
ISBN-13: 978-3958456655
C.G.




„Totgesagte leben länger“ eMail-Marketing für T.O.C.s und Verbände

Trend-Thema 

Graphik: C.G.
Mit dem Aufkommen der sozialen Medien galt die gute alte eMail als tot. Tatsächlich scheint sie lebendiger zu sein als je zuvor. Zwar haben sich die sozialen Medien ihren Platz erobert, doch sie haben sich eher zu einer eigenen Kommunikations- und Vervielfältigungswelt entwickelt, während die eMail ihren Platz als Ersatz für die SnailMail, die klassische Geschäftskorrespondenz, gefunden hat.

Die eMail lebt. Doch was hat meine eMail-Korrespondenz mit eMail-Marketing zu tun? Wer eMail-Marketing hört, der denkt vor allem an Webshops und Produkt- oder Dienstleistungspromotion. Für die Mehrzahl von uns ist das nichts. Wir bevorzugen die klassische Akquise und praktizieren ansonsten eine klassische Geschäftskorrespondenz. Vielleicht versenden wir noch einen Newsletter.

Doch der Weg in das professionelle eMail-Marketing ist kürzer als gedacht. Oft praktizieren wir es schon, ohne uns dessen bewusst zu sein: Jeder von uns möchte Kontakt aufnehmen und pflegen, zu Auftraggebern, Teilnehmern oder – wie hier im Fall des T.O.C. e.V. zu Mitgliedern. Spätestens seit der Erhöhung des normalen Briefportos auf Euro 0,70 haben sich Rundschreiben und Grußkarten erledigt. Das geschieht heute per eMail. Und damit sind wir letzten Endes schon mitten drin im eMail-Marketing. Denn das Marketing hat oft schon mit einem einfachen Briefwechsel begonnen.

Wen grüße ich z.B. zu Weihnachten? Wo vorher Aufwand und Kosten den Kreis der Empfänger begrenzt haben, verführt die eMail, mit wenigen Klicks versandt und das auch noch gratis, dazu, den Kreis der Empfänger uferlos auszuweiten.

Ist erst Mal ein solcher Verteiler fix angelegt, fasst den einen oder anderen die Begeisterung, scheinbar interessante Informationen "mal schnell" zu versenden. Doch was uns interessiert, interessiert nicht jeden Empfänger. So mancher wünscht sich, das Gegenüber würde sparsamer mit dem Austausch umgehen.

Damit sind wir dann schon bei der Zielgruppenauswahl gelandet und im eMail-Marketing. Outlook oder ähnliche Programme machen es uns nicht einfach, auf Zielgruppen abgestimmt Informationen zu versenden, professionelle  Versandplattformen oder spezielle Software hingegen schon. Schon Kundeninformationen, sorgfältig ausgewählt und sparsam versandt sind praktiziertes Marketing per eMail und ein wichtiges Instrument für Kundenpflege und –bindung und damit Ihre Visitenkarte.
Das macht den Einstieg hoffentlich interessant und damit unsere nachfolgenden Rezensionen
Autor: C.G.